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Bio-Geflügelmast – Was ändert sich durch die Umstellung?

Die ökologische Geflügelfleischerzeugung ist noch eine Nische. Die Nachfrage steigt aber kontinuierlich an und bietet damit Potenzial für eine Umstellung auf Öko-Haltung. Was sich dadurch ändert, erfahren Sie hier.
Der Markt für Bio-Geflügelfleisch ist bislang noch eine Nische. Nur etwa 1,4 Prozent der gesamten deutschen Geflügelfleischproduktion ist ökologisch. Öko-Geflügel erfreut sich jedoch seit Jahren einer steigenden Nachfrage, sodass der Einstieg in die Öko-Haltung eine lohnende Initiative darstellen kann. Wir erklären, was sich durch die Umstellung alles verändert.
Ökologische Hähnchenmast
Öko-Hähnchenfleisch ist ein hochpreisiges Premiumprodukt und damit um ein Mehrfaches teurer als konventionelles Hähnchenfleisch. Das hat mehrere Gründe: Zum einen sind die Öko-Küken und das Öko-Futter teurer als im konventionellen Bereich. Entscheidend ist aber vor allem die Mastdauer. Die ist mit rund 80 Tagen in der Öko-Hähnchenmast doppelt so lang wie in der konventionellen und verursacht allein dadurch schon doppelte Erzeugungskosten. Zu Buche schlägt aber auch die im Vergleich zur konventionellen Haltung geringe Besatzdichte.
Die Mast von Öko-Hähnchen bietet sich gerade für Neueinsteiger an. Denn der Einstieg ist über Mobilställe verhältnismäßig einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen. Wer kann, sollte direkt vermarkten, denn dort ist die Wertschöpfung am größten.
Rassen und Herkünfte
Anders als in der konventionellen Haltung, in der überwiegend schnell wachsende Hybriden verwendet werden, kommen in der Öko-Mast heute vorwiegend langsam wachsende Linien zum Einsatz. Nach EU-Öko-Verordnung müssen diese langsam wachsenden Linien kein Mindestschlachtalter einhalten. Werden schnellwachsende Linien eingesetzt, ist ein Mindestschlachtalter von 81 Tagen vorgeschrieben.
Öko-Küken müssen von Öko-Betrieben stammen. Sind solche Herkunft nicht verfügbar, dürfen auch konventionelle Küken (nicht älter als drei Tage) zugekauft werden.
Haltung
Die Tierhaltung ist im Öko-Landbau an die Fläche gebunden: Die Gesamtbesatzdichte darf den Grenzwert von 170 Kilogramm (für Öko-Verbände gilt: 112 kg) Stickstoff pro Jahr und Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche nicht überschreiten. Das entspricht maximal 580 (für Öko-Verbände gilt: 280) Masthühnern je Hektar.
Nach EU-Öko-Verordnung sind 21 Kilogramm Lebendgewicht pro Quadratmeter Stallfläche zugelassen.
Pro Stall dürfen maximal 4.800 Masthähnchen gehalten werden. Es spricht jedoch nichts dagegen mehrere Ställe in einem Gebäude unterzubringen, wenn sie klar voneinander abgetrennt sind. Die maximal zulässige Gebäudegröße beträgt 1.600 Quadratmeter. Die ökologischen Anbauverbände fordern darüber hinaus, dass ein Teil der Stallfläche in Form eines befestigten Außenklimabereichs (Kaltscharrraum) angeboten wird.
Für die Einstreu muss öko-zertifiziertes Material verwendet werden. Ist dies nicht verfügbar, kann auf konventionelle Herkünfte zurückgegriffen werden. Vorgeschrieben ist weiterhin, dass eine ununterbrochene Nachtruhe ohne künstliche Beleuchtung von mindestens acht Stunden gewährleistet ist.
Ab der Mastphase müssen die Tiere Zugang zu einem Grünauslauf haben, wann immer die Witterung dies zulässt – mindestens aber ein Drittel ihrer Lebenszeit.
Fütterung
Öko-Hähnchen haben einen höheren Futterbedarf als konventionelle Tiere. Die Futterverwertung liegt hier bei eins zu 2,4. Zum Vergleich: Im konventionellen Bereich liegt die Futterverwertung bei eins zu 1,67.
Das Futter muss grundsätzlich aus ökologischer Erzeugung stammen. Wenn eine ausschließliche Versorgung mit ökologischen Futtermitteln, auch durch Zukauf, nicht möglich ist, sind konventionelle Eiweißfuttermittel befristet bis 31.12.2026 bei Junggeflügel bis 18 Wochen erlaubt, mit maximal fünf Prozent im Jahresdurchschnitt.
Nach EU-Öko-Verordnung müssen mindestens 30 Prozent, nach Verbandsrichtlinien 50 Prozent des benötigten Futters auf dem eigenen Betrieb beziehungsweise mithilfe eines regionalen Kooperationspartners erzeugt werden. Außerdem ist frisches, getrocknetes oder siliertes Raufutter beizugeben.
Tiergesundheit
Die präventive Verabreichung chemisch-synthetischer allopathischer Tierarzneimittel, von Hormonen oder Antibiotika ist im Öko-Landbau verboten. Öko-Masthähnchen dürfen auch nur ein einziges Mal mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln behandelt werden, da sie sonst ihren Öko-Status verlieren. Für die Anwendung von pflanzlichen, homöopathischen oder natürlichen Mitteln gibt es hingegen keine Einschränkungen.
Das routinemäßige Stutzen der Schnäbel ist im Öko-Landbau verboten.
Was ist bei der Öko-Masthähnchenhaltung zu beachten?
Masthähnchen-Linien werden ausschließlich für die Fleischerzeugung gezüchtet. Im Gegensatz zur konventionellen Haltung, in der überwiegend schnell wachsende Hybridlinien verwendet werden, kommen in der Öko-Mast vorwiegend langsam wachsende Linien wie ISA-JA-757 oder Cobb Sasso 150 zum Einsatz (siehe Tabelle).
Zum Vergleich: Hähnchen der Linie ISA-JA-757 erreichen das Schlachtendgewicht von rund 2,5 Kilogramm nach knapp 70 Tagen, intensiv gemästete, schnell wachsende Linien schon nach 38 Tagen.
Gewichtsentwicklung (in Gramm): ISA-JA-757 und Cobb Sasso unter Öko-Bedingungen im Vergleich zu Cobb 500 und Ross 308 unter konventionellen Bedingungen
| Lebenstag | ISA-JA-757 öko | Cobb Sasso 150 öko | Cobb 500 konv. | Ross 308 konv. |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 40 | k.A. | 42 | 42 |
| 7 | 106 | k.A. | 185 | 189 |
| 14 | 284 | k.A. | 465 | 480 |
| 21 | 557 | k.A. | 943 | 929 |
| 28 | 848 | 850 | 1524 | 1501 |
| 35 | 1183 | 1198 | 2191 | 2144 |
| 42 | 1519 | 1598 | 2857 | 2715 |
| 59 | 1951 | 1921 | 3506 | 3457 |
| 56 | 2190 | 2258 | 4111 | 4061 |
| 62 | 2510 | k.A. | 4649 | 4526 |
| 69 | 2690 | k.A. | k.A. | k.A. |
| Quelle: Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen, Managementhandbuch Ökomasthähnchen und Ökomastputen, Züchterangaben | ||||
Hubbard ISA-JA-757 ist derzeit die am häufigsten gehaltene langsam wachsende Öko-Masthähnchen-Linie in Deutschland und Österreich. Die Hähnchen dieser Linie haben ein natürliches Sättigungsgefühl und "laufen besser" im Sinne des vom Öko-Landbau geforderten "aktiven Bewegungsverhaltens". Außerdem stammen sie aus ökologischer Elterntierhaltung. Nach EU-Öko-Verordnung müssen die langsam wachsenden Linien kein Mindestschlachtalter einhalten. Werden schnellwachsende Linien eingesetzt, gilt für die Öko-Haltung ein Mindestschlachtalter von 81 Tagen.
In der Vertragsmast ist es üblich, dass der Abnehmer der Hähnchen auch die Küken liefert. Andere Mäster kaufen ihre Küken bei den Öko-Elterntierhaltern.
Abhängig von Rasse und Bestellmenge müssen die Küken spätestens fünf bis sechs Wochen vor der geplanten Lieferung bestellt werden.
In der Masthähnchenhaltung werden männliche und weibliche Tiere gleichermaßen gemästet. Während der Aufzucht, die je nach Befiederungszustand bis zum 28. oder auch 42. Lebenstag dauern kann, brauchen die Masthähnchenküken viel Wärme. Das heißt, in dieser Zeit muss der Stall beheizt werden. Außerdem ist vorgeschrieben, dass sie einen Grünauslauf nutzen können müssen, sobald ihr physiologischer Zustand das zulässt.
Für die Aufzucht und Mast werden im Öko-Landbau zwei Verfahren angewendet: Im Ein-Stall-Verfahren werden die Tiere vom ersten Tag bis zum Ausstallen im selben Stall gehalten. Im Zwei-Stall-Verfahren werden die Küken bis zum 28. oder längstens 42. Lebenstag im Aufzuchtstall gehalten und anschließend in den Maststall umgesetzt. Neben der Mast in festen Ställen gibt es noch die Haltung in Mobilställen. Die ist für kleine Herden gut geeignet.
Aufzucht | Mast | |
Lebenstage | Je nach Befiederung | Je nach gewünschtem Endgewicht |
Maximale Tierzahl pro Stallabteil | 4.800 | 4.800 |
Maximales Lebendgewicht pro Quadratmeter Stallfläche in Kilogramm | 21 (Mobilstall bis 150 qm2 30) | 21 (Mobilstall bis 150 qm2 bis 30) |
Empfohlene Anzahl Tiere pro Quadratmeter Stallfläche | 16 | 8 bei einem Zielgewicht von 2,5 kg Lebendgewicht |
Auslauf | Grünauslauf, sobald es der physiologische Zustand der Tiere zulässt | 4 qm pro Tier im stationären Stall (Mobilstall bis 150 qm2 2,5 qm pro Tier) |
| Quelle: Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen, Managementhandbuch Öko-Masthähnchen und Öko-Puten | ||
In der Öko-Mastgeflügelhaltung sind 21 Kilogramm Lebendgewicht pro Quadratmeter Stallfläche zugelassen. Wenn diese Grenze überschritten wird, kann den Tieren der Öko-Status aberkannt werden. Öko-Geflügelberaterinnen und -berater empfehlen in der Aufzucht höchstens 16 Tiere pro Quadratmeter Stallfläche. In der Mast sollten maximal acht Tiere pro Quadratmeter gehalten werden, wenn ihr Zielgewicht nicht höher als 2,5 Kilogramm Lebendgewicht ist. In Mobilställen ist eine Besatzdichte von maximal 30 Kilogramm Lebendgewicht pro Quadratmeter Stallfläche zulässig.
Unter ökologischen Haltungsbedingungen sind pro Stall maximal 4.800 Masthähnchen erlaubt. Es dürfen jedoch mehrere Stallabteile in einem Gebäude untergebracht werden, wenn sie durch feste oder mindestens halboffene Trennwände voneinander abgegrenzt sind. Die maximal zulässige Gebäudegröße für Öko-Mastgeflügel wird durch die EU-Öko-Verordnung auf 1.600 Quadratmeter beschränkt. Die EU Öko-Verordnung schreibt keinen Kaltscharraum vor. Er ist in der Öko-Masthähnchen-Haltung jedoch weit verbreitet.
Öko-Masthähnchen müssen Zugang zu einem Grünauslauf haben, wann immer die Witterung dies zulässt – mindestens ein Drittel ihrer Lebenszeit. Das gilt auch für Jungtiere, sobald ihr physiologischer Zustand es zulässt und sie durchgefiedert sind. Die Zugangszeiten müssen in einem Auslaufjournal dokumentiert werden.
Pro Tier ist eine Auslauffläche von mindestens vier Quadratmetern vorgeschrieben. Bei Mobilställen reichen 2,5 Quadratmeter. Der Auslauf darf maximal 350 Meter tief sein. Er muss eine geschlossene Vegetationsdecke aufweisen und strukturiert sein.
Als betriebswirtschaftlich günstig haben sich eine fünfwöchige Aufzucht und eine fünfwöchige Mast (bis zum 70. Lebenstag) bewährt. Damit können in einem Stall – inklusive Reinigung und Desinfektion – 4,7 Durchgänge pro Jahr erreicht werden.
Bei getrennter Haltung in Aufzucht- und Maststall sind 8,6 Durchgänge möglich – immer abhängig vom gewünschten Endgewicht.
Alter | Gewicht | Tiere pro Quadratmeter |
28 | 848 | 24,8 |
35 | 1.183 | 17,8 |
42 | 1.519 | 10,0 |
56 | 2.190 | 9,6 |
62 | 2.510 | 8,4 |
| Quelle: Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen, Managementhandbuch Ökomasthähnchen und Ökomastputen | ||
Betriebsleiterinnen und -leiter, die ihre Durchgänge optimiert haben, stallen in der Mast zehn Tiere pro Quadratmeter Stallfläche ein, statt der empfohlenen acht Tiere. Um die Grenze von 21 Kilogramm Lebendgewicht pro Quadratmeter Stallfläche nicht zu überschreiten, nehmen sie nach etwa 53 Lebenstagen die schwersten Tiere heraus. Die übrigen Tiere werden weiter gemästet.
Die Ansprüche an die Einstreu sind sowohl in der Aufzucht als auch in der Mast sehr hoch. Die richtige Einstreu ist ab dem ersten Lebenstag die Grundlage für gesunde Fußballen und eine unbeschädigte Brust. Sie sollte eine niedrige Keimbelastung aufweisen, trocken und scharrfähig bleiben sowie eine feine und lockere Struktur bewahren. Außerdem muss die Einstreu den Tieren Beschäftigung bieten.
Als Einstreumaterialien haben sich Hobelspäne, Dinkelspelz-Pellets oder Softcell (saugfähige Lignozellulose) bewährt. Für die Mastphase eignen sich zudem Stroh, Strohhäcksel, Strohgranulat oder Strohpellets sowie Miscanthus-Häcksel.
Die Einstreu muss aus ökologischer Erzeugung stammen. Nur wenn solche nachweisbar nicht verfügbar ist, darf auch Einstreu konventioneller Herkunft verwendet werden. Dazu muss eine Ausnahmegenehmigung bei der Kontrollstelle beantragt werden.
Öko-Hähnchen haben einen höheren Futterbedarf als konventionelle Tiere. Die Futterverwertung liegt hier bei eins zu 2,4. Zum Vergleich: Im konventionellen Bereich liegt die Futterverwertung bei eins zu 1,67.
Die Menge, die ein Tier am Tag frisst, ist vor allem abhängig vom Energiegehalt des Futters. Weil sich der Nährstoffbedarf und die Fähigkeit, bestimmte Nährstoffe verdauen zu können, mit dem Lebensalter ändern, wird in der Hähnchenmast die Phasenfütterung empfohlen. Mastbetriebe füttern in der Regel in drei Phasen, seltener auch in zwei.
Lebensalter | Form | Futter in Kilogramm | |
Starter | 1. bis 2. Woche | Pellets | 0,6 |
Mittelmast | 3. bis 6. Woche | Pellets | 2,15 |
Endmast | ab der 7. Woche | Pellets | 3,5 |
| Quelle: Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen, Managementhandbuch Ökomasthähnchen und Ökomastputen | |||
In Deutschland werden in der Hähnchenmast überwiegend Pellets, in der Mastphase teilweise auch Mehlfutter eingesetzt. Mehlfutter verwenden vor allem Betriebe, die ihr Futter selbst mischen. Sie ergänzen zugekaufte Komponenten oder Mischungen in Mehlform mit selbst erzeugtem Getreide und Leguminosen.
Zusätzlich zum Hauptfutter nehmen Masthähnchen noch Grünfutter im Auslauf zu sich. Allerdings nur dann, wenn die Witterung es zulässt. Damit die Masthähnchen auch dann Zugang zu Raufutter und Beschäftigung haben, wenn sie wegen schlechten Wetters nicht hinausgehen, brauchen sie Raufutter im Stall. Gut geeignet sind zum Beispiel Heu oder Luzernestroh.
Aminosäuren
Im Öko-Landbau ist die Verwendung von synthetisch hergestellten Aminosäuren nicht zulässig. Das heißt, der Aminosäurebedarf muss mit natürlichem Eiweiß gedeckt werden. Ziel im Öko-Landbau ist es, dabei 100 Prozent ökologisch erzeugte Eiweißfuttermittel einzusetzen. Da diese jedoch noch nicht überall und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, dürfen bis zum 31.12.2025 – nur noch in der Jungtierfütterung – noch bis zu fünf Prozent konventionelle Eiweißfuttermittel beigemischt werden. Es sind überwiegend Maiskleber oder Kartoffeleiweiß.
Masthähnchen "alternativer Rassen" werden nach 60 bis 70 Tagen ausgestallt und zum Schlachthof gefahren. Die im Öko-Landbau eingesetzten Masthähnchen-Linien sind aktiver als die in der konventionellen Haltung verwendeten. Deshalb ist es wichtig, den Stall abdunkeln zu können, damit die Tiere ruhig bleiben und sich besser einfangen lassen. In größeren Ställen wird für den Transport eine palettengroße Transportkiste mit Schubladen in den Stall gestellt. Die Tiere werden mit der Hand eingefangen und in die Schubladen gesetzt. Ist die Kiste voll, wird sie auf den LKW geladen. Ein LKW kann zwischen 4.800 und 6.000 Tiere laden.
Das Standardgewicht für Öko-Masthähnchen liegt am Ende der Mast zwischen zwei und 2,6 Kilogramm Lebendgewicht. Größere Geflügelschlachtbetriebe brauchen einheitliche Partien, da die automatische Schlachtanlage auf ein einheitliches Tiergewicht eingestellt ist. Kleinere Geflügelschlachtereien können durch Handarbeit flexibler auf Abweichungen vom Standardgewicht reagieren.
Schlachtung im Lohn
Die EU-Öko-Verordnung erlaubt die Schlachtung von Öko-Masthähnchen im Lohn auch in konventionellen Schlachtbetrieben. Die Landwirtinnen und Landwirte müssen mit dem Schlachtbetrieb dann einen Subunternehmer-Vertrag abschließen.
Hofschlachtungen
Das Schlachten und Zerlegen von Mastgeflügel ist mit hohen Auflagen verbunden, wie der Einhaltung der Handwerksordnung, einer Gewerbeanmeldung und einer EU-Zulassung. Es gibt jedoch eine Ausnahme: das Schlachten von weniger als 10.000 Stück Geflügel im Jahr im landwirtschaftlichen Betrieb. Das Fleisch darf dann ausschließlich an Endverbraucherinnen und -verbraucher abgegeben werden.
Dafür muss der Geflügelhalter auf seinem Betrieb einen Schlachtraum einrichten und ihn beim Veterinäramt anmelden. Eine Alternative kann die mobile Schlachtanlage sein. Der Geflügelhalter mietet das Schlachtmobil und beauftragt den Betreiber der mobilen Anlage mit dem Schlachten.
Stallreinigung
Sind die Hähnchen ausgestallt, wird der Stall entmistet, ausgefegt und mit dem Hochdruckreiniger gesäubert. Ebene Böden lassen sich mit einem Nasssauger trocknen. Neuere Ställe haben ein Bodengefälle, damit das Waschwasser abfließen kann. Anschließend wird der Stall desinfiziert, beispielsweise mit Branntkalk. Auch Desinfektionsmittel auf Basis von Peressigsäure oder Wasserstoffperoxid sind im Öko-Landbau zugelassen.
Die Informationen aus diesem Artikel stammen aus dem "Managementhandbuch Öko-Masthähnchen und Öko-Puten" des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN). Dieses Handbuch, das auch Informationen zur ökologischen Putenmast enthält, kann kostenlos auf der Internetseite des KÖN heruntergeladen werden:
Managementhandbuch Öko-Masthähnchen und Öko-Puten (PDF-Datei)
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Letzte Aktualisierung 16.05.2022






