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Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) ist ein wichtiges Instrument der Bio-Strategie 2030 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zur Stärkung und zum Ausbau der ökologischen und nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Im engen Austausch mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft werden die Fördermaßnahmen des BÖL stets flexibel an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst.
Die Ziele des BÖL:
- Forschungsbedarf identifizieren, Forschungsprojekte zu den Themen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung initiieren und betreuen,
- erarbeitetes Wissen zielgruppengerecht aufbereiten,
- Angebot und Nachfrage von ökologisch und nachhaltig erzeugten Produkten mit vielfältigen Weiterbildungs- und Informationsangeboten und Wettbewerben unterstützen und stärken,
- Informationsangebote und Messeauftritte der Branche zum Öko-Landbau unterstützen.
Mit welchen Maßnahmen und Richtlinien möchte das BÖL diese Ziele erreichen?
Was macht das Bundesprogramm Ökologischer Landbau...
Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau
Der Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau zeichnet jedes Jahr Öko-Betriebe mit innovativen und zukunftsweisenden Betriebskonzepten aus. Gefragt sind Konzepte, die sich in der Praxis bewährt haben. Bio-Betriebe können sich bewerben. Sie können aber auch Betriebe vorschlagen, die Sie für besonders innovativ halten.
Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau
Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau
Auf rund 300 Bio-Betrieben, verteilt über das gesamte Bundesgebiet und vernetzt über eine vom BÖL beauftragte Koordinationsstelle (m&p: public relations GmbH & FiBL Projekte GmbH), wird Wissen zum Öko-Landbau durch Dialog vor Ort vermittelt.
Zielgruppen sind hierbei Verbraucherinnen und Verbraucher, Fachpublikum, pädagogische Einrichtungen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Presse, Verwaltung und Politik.
Mehr Informationen über das Netzwerk
Bio Verbindet – Dialogveranstaltung der Bio-Regionen und Bio-Städte
Bio entlang der gesamten Wertschöpfungskette und bundesweit stärken: Das ist das Ziel von "Bio Verbindet". Wie das geht? Nur gemeinsam! Als eine Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) bringt "Bio Verbindet" Managerinnen und Manager aus Bio-Städten und Bio-Regionen aus ganz Deutschland zusammen.
Mehr Informationen über BioVerbindet
Richtlinie zum Aufbau und zur Unterstützung heimischer Bio-Wertschöpfungsketten (WSK) (Richtlinie – RiWert)
Der Aufbau und die Unterstützung von Wertschöpfungsketten für heimische Bio-Produkte sind eine wichtige Voraussetzung für eine Stärkung der Vermarktung inländischer Bio-Ware und somit der Stärkung des Angebots für heimische Bio-Produkte.
Vor allem verlässliche Handelsbeziehungen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit tragen zur Kontinuität von Kooperationen der Wertschöpfungskettenpartnerschaften bei. Auf diese Weise kann auch die inländische Lebensmittelverarbeitung und hier insbesondere das Lebensmittelhandwerk gestärkt werden. Vor diesem Hintergrund soll das Kooperationsmanagement von Wertschöpfungsketten für heimische Bio-Produkte unterstützt werden.
Sie möchten eine Förderung für Ihr WSK-Projekt beantragen? Hier geht es zur Förderrichtlinie
Welche Projekte werden bereits gefördert? Hier finden Sie eine Übersicht.
Traineeprogramm Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft
Das Traineeprogramm ist ein einjähriges, berufsbegleitendes Ausbildungsprogramm für zukünftige Fach- und Führungskräfte der Bio-Branche. Im Rahmen des Programms bieten renommierte Unternehmen jährlich 25 Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen einen attraktiven Einstieg ins Berufsleben.
Mehr Informationen zum Traineeprogramm
Schulungen für neue Mitarbeitende der Öko-Kontrollstellen
Der Lehrgang vermittelt Grundwissen zu den allgemeinen Anforderungen an die Öko-Kontrolle und richtet sich an Mitarbeitende der Öko-Kontrollstellen. Dies beinhaltet grundsätzliche Kenntnisse über die Inhalte der rechtlichen Grundlagen, einen Überblick über das Kontrollverfahren in Deutschland, die Kennzeichnungsvorschriften, Probenahmeverfahren und wichtige Audittechniken. Nicht zuletzt werden aber auch soziale Kompetenzen zur Kontrolldurchführung geschult.
Presse- und Medienarbeit
Vom BÖL beauftragte Journalistinnen und Journalisten greifen praxisrelevante Ergebnisse in Fachartikeln auf, die über das ebenfalls vom BÖL finanzierte Informationsportal www.oekolandbau.de als auch über Fachzeitschriften an relevante Zielgruppen kommuniziert werden.
Teilnahme an überregionalen Messen (u.a. Präsenz des BÖL auf der IGW, Anuga und den Öko-Feldtagen)
Jährlich werden während des BÖL-Messeauftritts auf der Grünen Woche exemplarisch Ergebnisse von Forschungsprojekten sowie Wissen zum Ökologischer Landbau politischen Entscheidungsträgern und interessierten Verbraucherinnen und Verbrauchern präsentiert. Hierzu sind Projektnehmer sowie Demonstrationsbetriebe Ökolandbau vor Ort.
Zudem werden auf den Öko-Feldtagen und auf den DLG-Feldtagen im Rahmen eines BÖL Zeltes Forschungsprojekte und deren Ergebnisse sowie die Angebote des BÖL zur Förderung von Umstellungsberatung, Weiterbildungsangeboten usw. vorgestellt.
Wissenstransfer zu BÖL-Forschungsergebnissen und zu den BÖL Informations- und Weiterbildungsangeboten sowie weiteren Fördermöglichkeiten findet zudem auf der Biofach, Didacta, IPM, Anuga, Agritechnica und Eurotier statt.
Förderung von Messe- und Ausstellungsständen (Richtlinie MERI)
Neben eigenen Messeauftritten fördert das BÖL über Zuwendungen die Teilnahme von ökologisch und nachhaltig wirtschaftender Unternehmen sowie von Vereinen und Verbänden auf überregionalen oder internationalen Messen und Ausstellungen. Die geförderten Aussteller informieren auch über Druckmedien des BÖL die Messebesucherinnen und -besucher über den Öko-Landbau.
Sie möchten eine Förderung für Ihren Messe- oder Ausstellungsstand beantragen? Hier geht es zur Förderrichtlinie
Informationsplattform www.oekolandbau.de
Das zentrale Internetportal www.oekolandbau.de dürfte das umfangreichste deutschsprachige Online-Informationsangebot zum ökologischen Landbau sein. Es bietet ein breit gefächertes Informationsangebot, zugeschnitten auf die verschiedenen Zielgruppen und immer wieder aktuell ergänzt.
Neben Nachrichten aus der Bio-Branche gibt es für Interessierte aus Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Handel sowie Außer-Haus-Verpflegung einen großen Fundus an Fachinformationen. Aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher, Kinder sowie Lehrerinnen und Lehrer finden hier viel Lesens- und Wissenswertes.
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben inklusive Wissenstransfer (FuE-Richtlinie)
Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau identifiziert Forschungsbedarf, wirbt Forschungsprojekte ein, prüft sie auf Relevanz, Praxisnähe und Kosten-Nutzen-Relation, finanziert sie und begleitet sie bis zum Abschluss. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis sorgt das BÖL für einen intensiven Wissensaustausch.
Über Ausschreibungen und Bekanntmachungen wurden mittlerweile über 1.500 praxisorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben realisiert. Seit Bestehen des BÖL hat sich das Förderinstrumentarium des Bundesprogramms kontinuierlich weiterentwickelt.
Sie möchten eine Förderung für Ihr Forschungsprojekt beantragen? Hier geht es zur Förderrichtlinie
Erstellung und Verbreitung von Praxismerkblättern zu praxisrelevanten Forschungsergebnissen
Was nutzen die besten Forschungsergebnisse, wenn sie nicht an die Praxis vermittelt und dort angewendet werden? Am Ende eines jeden Projektes sind die Forschungsteams dazu verpflichtet, zusammen mit Beraterinnen und Beratern die Praxisrelevanz ihrer Erkenntnisse einzuschätzen und die Ergebnisse bei konkretem Nutzen für die Praxis in Form von sogenannten "Praxismerkblättern" aufzubereiten.
Hier finden Sie eine Übersicht der Praxismerkblätter zu praxisrelevanten Forschungsergebnissen.
Plattform ÖLAF – Öko-Landbau trifft Forschung
Ziel dieser Plattform ist es, Öko-Betriebe mit Forschungsinstitutionen für konkrete Forschungsprojekte zusammenzubringen, um so die praxisnahe Öko-Forschung zu unterstützen. ÖLAF wird einen unkomplizierten Austausch zwischen Praxis und Forschung auf Augenhöhe ermöglichen – mit entsprechenden Vorteilen für Betriebe und Forschende. Im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft (BLE) koordiniert die EurA AG als Koordinationsstelle die Vernetzung zwischen interessierten Öko-Betrieben und Forschenden.
Bio verarbeiten - Praxis-Netzwerk für Handwerk und Herstellung
Das Praxis-Netzwerk unter dem Titel "Bio verarbeiten" ist ein Netzwerk aus derzeit 64 Bio- Handwerks- und Bio-Lebensmittelherstellungsbetrieben aus den unterschiedlichen Verarbeitungsbranchen, mit verschiedensten Betriebsgrößen und über ganz Deutschland verteilt. Mit Unterstützung einer vom BÖL beauftragten Koordinationsstelle (Büro Lebensmittelkunde und Qualität GmbH) werden von den Netzwerkbetrieben mit Bio-Expertise unterschiedliche Veranstaltungsformate für Unternehmen angeboten, die mit Bio starten oder ihren Bio-Anteil in der Lebensmittelherstellung ausbauen möchten. Auch potenzielle Nachwuchskräfte werden adressiert, um die Bio-Wertschöpfung von morgen aktiv mitzugestalten.
Laufzeit: Bis 6. März 2028
Mehr Informationen über das Netzwerk
Bio verarbeiten - Praxis-Workshops zur Stärkung der ökologischen Lebensmittelverarbeitung
Unter dem Titel "Bio verarbeiten" werden praxisorientierte Veranstaltungen zur Stärkung der ökologischen Lebensmittelverarbeitung angeboten. Sie richten sich an Personen des Lebensmittelhandwerks, der Außer-Haus-Verpflegung und der verarbeitenden Ernährungswirtschaft, sowie Personen, die Interesse haben, in einen dieser Bereiche einzusteigen. Auch für Institutionen, die die Zielgruppe entsprechend des benannten Ziels beraten, kontrollieren und Fachinhalte vermitteln oder im Bereich der regionalen Wertschöpfung und der Gewerke vernetzend tätig sind, bedarf es solcher Seminare. Die Veranstaltungen gehen auf aktuelle Trends (Verbraucherkommunikation), Chancen und Herausforderungen (Marketing) und auf aktuelle Entwicklungen sowie Grundlagen bei der Bio-Verarbeitung (rechtliche, als auch fachliche, technische und organisatorische Aspekte) ein und übernehmen den Wissenstransfer von der Forschung hin zur Verarbeitung und wieder zurück.
Laufzeit: Bis 31. Mai 2027
Individuelle Umstellungsberatung (Richtlinie – RUM)
Mit der Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise ist ein hoher Beratungsbedarf verbunden. Konventionell wirtschaftende Landwirtinnen und Landwirte können sich zu allen Umstellungsfragen von einer bei der BLE registrierten Beratungskraft beraten lassen.
Derzeit ist es leider nicht möglich Anträge zu stellen, da die Richtlinie abgelaufen ist.
Veranstaltungsreihen:
- Orientierungs-, Umstellungs- und Betriebsentwicklungsseminare Öko-Landbau
- Fachseminare für Praxis und Beratung
- Tiergesundheitsmanagementseminare Öko-Landbau
- Öko-Wissen für die Praxis
- Informationsveranstaltungen zum ökologischen Landbau
Wissenstransfer- und Fachveranstaltungen
Die Wissenstransferveranstaltungen unterstützen den Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis mit dem Ziel Forschungsergebnisse zeitnah und zielgerichtet in der Praxis zu implementieren. In den Fachveranstaltungen werden aktuelle Fragestellungen des Öko-Landbaus aufgegriffen und Forschungsbedarfe aufgezeigt. Die beiden Reihen unterstützten somit die Weiterentwicklung des ökologischen Sektors.
Bio kann jeder – nachhaltig Essen in Kita und Schule
"Bio kann jeder - nachhaltig essen in Kita und Schule" lautet das Motto der bundesweiten Informationskampagne für mehr Bio-Produkte und nachhaltig erzeugte Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung von Kindern und Jugendlichen.
Das Aktionsprogramm will die Verantwortlichen in der Verwaltung und den Kantinen von Schulen und Kindertagesstätten, aber auch Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte und Eltern für den Wert einer gesunden und kindgerechten Ernährung sensibilisieren.
Mehr Informationen zu Bio kann jeder
BioBitte – Initiative zur Erhöhung des Einsatzes von Bio in der AHV
Bio ist gut für die Umwelt! Deshalb gilt es, die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft weiter zu stärken und auszubauen. Ziel der Initiative BioBitte ist es, den Bio-Anteil in der öffentlichen Außer-Haus-Verpflegung auf 20 Prozent und mehr zu steigern.
Mit passenden Angeboten unterstützt BioBitte die Akteurinenn und Akteure dabei, den Anteil ökologisch erzeugter Produkte in der öffentlichen Verpflegung zu erhöhen.
Mehr Informationen zu BioBitte
Beratung zum Einsatz von Bio-Lebensmittel in der AHV (Richtlinie – RIBE AHV)
Um das Ziel, den ökologischen Landbau bis 2030 auf 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche auszudehnen, zu erreichen, muss vor allem auch die Nachfrage nach Bio-Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) wesentlich gestärkt werden. Denn hier ist das Nachfragepotenzial zurzeit nur ansatzweise ausgeschöpft.
Die AHV, zu der die Individualverpflegung und die Gemeinschaftsverpflegung sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich gehören, bietet in ihrer Vielfalt auch unterschiedliche Absatzchancen für regionale Bio-Lebensmittel. Um diese zu stärken fördert das BÖL die Beratung zur Einführung von bzw. zur Ausweitung des Angebots von Bio-Lebensmitteln in AHV-Unternehmen.
Sie möchten eine Förderung für Ihre Beratung beantragen? Hier finden Sie alle Informationen.
Aktionen der BIOSpitzenköche
In Deutschland einmalig – eine Kochvereinigung, die eine Gourmetküche aus nahezu ausschließlich ökologisch erzeugten Lebensmitteln anbietet. Seit 2003 sind die BIOSpitzenköche Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.
Profiköchinnen und -köche aus verschiedenen Regionen Deutschlands setzen sich im Namen des guten Geschmacks für ökologisch und fair erzeugte Lebensmittel ein.
Verbraucherinfo und Absatzförderung Öko-Landbau (Richtlinie - RIA)
Das BÖL unterstützt Maßnahmen, die gezielt Verbraucherinnen und Verbraucher über den Öko-Landbau und seine Erzeugnisse informieren und den Absatz von Bio-Produkten unterstützen. Dazu zählen zum Beispiel Kampagnen, Veranstaltungen, Ausstellungen oder Aktionen an Verkaufs- bzw. Verzehrsstellen.
Sie möchten eine Förderung für Ihr Projekt beantragen? Hier finden Sie alle Informationen.
Schulwettbewerb "Echt kuh-l!"
Der bundesweite Schulwettbewerb "Echt kuh-l!" lädt Kinder und Jugendliche aller Schularten – von der 3. bis zur 13. Jahrgangsstufe – auf Entdeckungsreise in die Welt der ökologischen Landwirtschaft und Ernährung ein. Das Erlernte können sie in kreative Beiträge umsetzen.
Mehr Informationen zum Schulwettbewerb
Schulmaterial und Unterrichtskonzepte zum Öko-Landbau für allgemeinbildende Schulen
Richtlinie zur Förderung von Verbraucherinformationen zu WSK und pädagogische Maßnahmen (Richtlinie – RIGE)
Um Menschen dafür zu gewinnen, dass sie Bio-Produkte aus der Region zuhause, in der Kantine, Schule oder Kita verzehren, werden Informationskampagnen, -veranstaltungen und -medien unterstützt. Besonders förderwürdig sind pädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studierende.
Hintergrundinfos zum BÖL
Das BÖL wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) finanziert. Das Bundesprogramm ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung.
Die Geschäftsstelle des BÖL befindet sich in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn. Hier finden Sie eine Übersicht der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu den unterschiedlichen Themenschwerpunkten.
Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) startete Ende 2001. Grundlage für die Programmgestaltung waren die Empfehlungen von externen Sachverständigen und Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Bio-Anbauverbände, die auf einer Schwachstellenanalyse beruhten. Eingeflossen ist hier auch die Expertise von Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Bisher wurde das Bundesprogramm mehrmals verlängert und zweimal evaluiert.
Aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags war das Bundesprogramm zwischenzeitlich von 2010 bis 2022 auch für andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft geöffnet. Entsprechend wurden die Weiterbildungs- und Informationsmaßnahmen um das Thema nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung erweitert. Zudem wurden eigene Richtlinien zur Forschung und Information über eine nachhaltige Landwirtschaft veröffentlicht.
Im Jahr 2022 wurde das Programm wieder rein auf den Ökolandbau fokussiert. Es soll langfristig erhalten werden, um den Öko-Landbau dauerhaft zu unterstützen.
- knapp 258 Mio. Euro für rund 1.500 Forschungs- und Innovationsvorhaben, zum Beispiel Projekte zur ökologischen Pflanzenzüchtung und Regulierung von Krankheiten, Schaderregern und Beikräutern, zu ökologischen Tierhaltungssystemen und Bio-Fütterung oder zur Verarbeitung ökologischer Lebensmittel,
- rund 5000 Wissenstransfer-Veranstaltungen zur Verbreitung von Forschungsergebnissen in die Praxis
- über 700 registrierte Öko-Betriebe, Forschende und Beratende auf der Vernetzungsplattform "ÖLAF - Ökolandbau trifft Forschung"
- 52 Projekte zum Aufbau von Bio-Wertschöpfungsketten.
- 30 Projekte zur Information über regionale Bio-Wertschöpfungsketten.
- Rund 36.000 Teilnehmende bei 1.900 "Bio kann jeder"-Workshops zur Verpflegung in Kitas und Schulen.
- 90 "BioBitte"-Veranstaltungen und rund 100 Materialien zum Bio-Einsatz in öffentlichen Küchen.
- Beratungsförderung von 41 Unternehmen zur Einführung und Ausweitung des Bio-Angebots in der AHV.
- Über 3.200 Messe- und Ausstellungsauftritte von und mit Unternehmen, Vereinen, Verbänden, zum Beispiel auf der Grünen Woche, der Biofach-Messe oder den Öko-Feldtagen.
- Bundesweite Vernetzung der rund 80 Bio-Regionen und 30 Bio-Städte bei "Bio Verbindet"
- 78 Preisträger-Betriebe beim Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau Landbau und rund 69.300 Teilnehmende beim Schulwettbewerb "Bio find ich kuh-l" beziehungsweise "Echt kuh-l!".
- Jährlich über 100 Informationsveranstaltungen für die landwirtschaftliche Praxis vor Ort und online.
- Über 450.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr bei rund 3.600 Terminen auf den rund 300 Demobetrieben im bundesweiten Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau.
- Über 500 Absolventinnen und Absolventen im Trainee-Programm.
- Über 1,2 Mio. Besucherinnen und Besucher auf dem Informationsportal www.oekolandbau.de im Durchschnitt pro Jahr.
- Über 500 Rezept-Tipps der BIOSpitzenköche.
Ziel der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2030 die ökologisch bewirtschaftete Fläche auf 30 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland zu erhöhen.
Im Jahr 2023 wurde hierzu die Zukunftsstrategie ökologischer Landbau in einem partizipativen Prozess mit zahlreichen Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Forschung, Beratung und Praxis zur "Bio-Strategie 2030 - Nationale Strategie für 30 Prozent ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft bis 2030" weiterentwickelt. Diese wurde am 16. November 2023 von Bundesminister Cem Özdemir als BMEL-Strategie vorgestellt. Anhand von sechs Handlungsfeldern mit insgesamt 30 konkreten Maßnahmen zeigt sie Wege auf, wie die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft nachhaltig gestärkt und das Flächenziel erreicht werden kann.
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