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Ein Hoch auf unsere Bienen! Weltbienentag am 20. Mai

Eigentlich sollten wir jeden Tag unsere unentbehrlichen Insekten feiern! Ohne Honig- und Wildbienen würden viele Früchte und Gemüsesorten auf unseren Tellern fehlen. Und wissen Sie eigentlich, wie viele Bienenarten es gibt und wie man sie im eigenen Garten füttern kann?
Welche Bienen gibt es – und warum sind sie so wichtig?
Insekten bestäuben etwa 80 Prozent der heimischen Pflanzen. Etwa 30 Prozent der gesamten menschlichen Nahrung stammt von bienenbestäubten Pflanzen. Grund genug, sich um das Wohl der Bienen zu kümmern! Dabei geht es nicht nur um unsere Honigbienen, sondern auch um Wildbienen. In Deutschland leben fast 600 Wildbienenarten. Die kleinste ist nur etwa vier Millimeter lang und unscheinbar, die größte ist am lauten Gebrumm und dem großen pelzigen Körper auch für Laien gut zu erkennen: die Hummel. Am 20. Mai ist Weltbienentag – da feiern wir sie alle!
Anders als die Honigbienen leben die meisten Wildbienenarten übrigens allein – sie sind solitär. Die Weibchen legen ihre Eier zum Beispiel in totes Holz, hohle Stängel oder in die Erde und sorgen dafür, dass ihre Nachkommen genug Nahrung für die Entwicklung zur Verfügung haben. Damit haben sie ihren Lebenszweck erfüllt und sterben schon nach wenigen Wochen.
Hummeln und Bienensind da geselliger. Eine Hummelkönigin gründet jedes Jahr einen neuen Hummelstaat. Jedoch überwintert nur die Königin, nicht das gesamte Volk. Bei den Honigbienenvölkern überwintert hingegen das gesamte Volk. Dazu sammeln die Bienen in Frühjahr und Sommer reichlich Pollen und Nektar, um über die kalte und blütenlose Zeit zu kommen. Das machen sich Imkerinnen und Imker zunutze und tauschen einen Teil des Honigs durch Bienenfutter aus.
Was brauchen Bienen?
Honigbienen sind nicht besonders wählerisch, was ihre Nahrungspflanzen anbelangen: Sie fliegen auf Obstbäume, Raps, Wildpflanzen oder nutzen sogar den Honigtau, den Blattläuse ausscheiden. Hingegen sind viele Wildbienenarten spezialisiert – sie haben sehr spezifische Anforderungen an ihre Nistplätze und Nahrungspflanzen. Das macht diese Arten anfällig für Veränderungen der Flora oder der Landschaft. Da auch die Pflanzen auf die Bestäubung durch spezialisierte Arten angewiesen sind, wird deutlich, dass der Verlust einer bestimmten Bienen- oder Pflanzenart in einem Ökosystem Folgen für weitere Arten haben kann. Biodiversität ist der Schlüssel für resiliente Systeme!
Die Stiftung für Mensch und Umwelt macht mit der Initiative "Deutschland summt" auf die Wild- und Honigbienen aufmerksam. Sie stellte zum Beispiel monatlich eine Wildbienenart vor – von der Allerweltsart bis zur hochspezialisierten Exotin. Die Porträts finden Sie auch bei uns auf dem Portal. Lernen Sie mehr über ihr Vorkommen, ihre Merkmale und Nistweise und wie Sie die vorgestellten Arten unterstützen können:
Warum auch Honigbienen geschützt werden müssen
Die Klimakrise stellt Imkerinnen und Imker vor große Herausforderungen durch Extremwetterlagen und neue Schädlinge. Deshalb sollten auch Honigbienen geschützt werden. Sie profitieren von vielfältigen Landschaften und einem möglichst geringen Einsatz von Pflanzenschtzmitteln. Ein Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Universität Göttingen zeigte, dass Öko-Landwirtschaft und Blühstreifen die Gesundheit von Honigbienen fördern. In deren Nähe wachsen Bienenvölker stärker und sind insgesamt gesünder.
Übrigens gibt es auch eine ökologische Bienenhaltung. Zwar kann man nicht beeinflussen, wohin die Bienen zum Sammeln ihrer Nahrung fliegen, aber es gibt Vorschriften für die Aufstellplätze der Bienen oder für die Behandlungsmethoden und Medikamente, die Bienenvölkern verabreicht werden dürfen.
Zahlen rund um Bienen
- Ein Bienenvolk besteht aus bis zu 60.000 Bienen.
- In Deutschland gibt es eine Million Bienenvölker.
- Die weltweite Wirtschaftsleistung von Bienen wird laut der FAO auf 235 bis 577 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt.
- Bienen fliegen durchschnittlich 75 Kilometer pro Trag.
- Es gibt weltweit circa 20.000 Wildbienenarten.
- Die Sammlerinnen eines Volkes legen eine Strecke von bis zu 100.000 Kilometern zurück, damit ein Kilo Honig gewonnen werden kann.
- Die kleinste Wildbiene, die Sand-Steppenbiene, ist nur circa vier Milimeter groß.
- Eine Bienenkönigin kann bis zu 2.000 Eier am Tag legen.
- Honigbienen haben etwa 60.000 Duftrezeptoren auf ihren Antennen.
Aus der Praxis: Bienenhaltung auf Demonstrationsbetrieben
Sie wollen mehr über die Arbeit von Bio-Imkerinnen und Bio-Imkern erfahren? Sie möchten wissen, was Bio-Betriebe für eine bienenfreundlichen Landschaft tun? Besuchen Sie einen Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau in Ihrer Nähe! Hier finden Sie eine Auswahl an bienenhaltenden Demobetrieben:
Jetzt aktiv werden für den Wildbienenschutz!
Wildbienen benötigen ausreichend Nahrung, Brutstätten und Unterschlupf sowie Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen. Rund die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Deshalb trägt die Landwirtschaft hier eine besondere Verantwortung. Der ökologische Landbau und seine Erzeugnisse tragen durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und die Förderung der Artenvielfalt somit auch zum Schutz der Wildbienenvielfalt bei.
Bienen füttern!

Jede Hobbygärtnerin und jeder Hobbygärtner, jede Pflanzenfreundin und jeder Pflanzenfreund kann helfen, Honig-, Wildbienen und Co. zu schützen. Beispielsweise mit einem bunten Bienenbuffet im Garten, auf dem Balkon, der Fensterbank, dem Schul- oder Firmengelände, am Straßenrand und anderswo. Das BMLEH stellt im Rahmen der Initiative “Bienen füttern!” Informationen rund um Bienen und andere Bestäuber sowie praktische Pflanztipps für ein insektenfreundliches Blütenmeer zur Verfügung. Hier finden Sie auch die Broschüre Bienenfreundliche Pflanzen – Das Lexikon für Balkon, Garten und andere Pflanzenorte.
Deutschland summt" Bundesweiter Pflanzwettbewerb

Jeses Jahr dieses Jahr lädt die Initiative "Deutschland summt!" wieder ein, kleine und große Flächen bienenfreundlich und naturnah zu gestalten. Vom Balkon, über die Terrasse bis hin zum Klein- oder Schulgarten kann alles dabei sein. Bis zum 31. Juli 2025 können alle Interessierten mitmachen. Jetzt heißt es: an die Schaufeln, fertig, los!
Zum Wettbewerb
Monitoring von Wildbienen

Das Nationalen Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften (MonViA) erfasst Veränderungen der biologischen Vielfalt, bewertet Maßnahmen und liefert Indikatoren für die Biodiversität. Im Rahmen des Wildbienen-Monitorings bietet das Thünen-Institut monatlich spannende Vorträge und Bestimmungskurse zu Themen rund um (Wild-)Bienen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker gewähren dabei Einblicke in ihre Arbeit und stellen Bezüge zum Monitoring in Agrarlandschaften her. Das Angebot richtet sich insbesondere an Ehrenamtliche aus dem Monitoring, aber auch alle weiteren interessierten Wildbienenfreundinnen und -freunde sind herzlich eingeladen.
Mehr Ideen, um Bienen unter die Flügel zu greifen:
Weitere Infos im Web:
Letzte Aktualisierung 15.05.2026













