Kantine im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Berlin

Kantine im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Berlin

Die Umstellung der Kantine des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hin zu mehr Bio-Produkten lag nahe: Im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung können und sollen gerade die Bundeskantinen eine Vorreiterrolle einnehmen.

Nachhaltige Transformation

Etwa 230 Mittagessen produziert die Kantine jeden Tag für die Mitarbeitenden des BMAS. Zusätzlich bedient die Küche das benachbarte Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Bei der Verpflegung wird inzwischen komplett auf Frischküche gesetzt. Anlass zur deutlichen Steigerung des Bio-Anteils war eine Veranstaltung der "Initiative BioBitte.MehrBio in öffentlichen Küchen". Dort entstand der Kontakt zwischen dem Caterer der Kantine, Widynski & Roick, und Kantine Zukunft, mit deren Hilfe die umfangreiche Einführung von Bio-Lebensmitteln in Angriff genommen wurde. Die Vorgehensweise wurde auch vom Ministerium maßgeblich mitinitiiert und unterstützt.

Neue Strukturen  

Die Küchenleitungen wollten neue Wege gehen und  dabei die Attraktivität vegetarisch-veganer Angebote steigern. So können Kosten eingespart werden, denn  die gesamte Umstellung sollte möglichst kostenneutral erfolgen. Drei der insgesamt vier Menülinien sind nun vegetarisch oder vegan. Eine weitere Stellschraube bot dabei der Fokus auf saisonale Rezepturen: Bestimmte  Gemüse- und Obstsorten werden konsequent nur in den jeweiligen Jahreszeiten angeboten. Der Küche steht eine Rezeptdatenbank zur Verfügung, die in Zusammenarbeit mit Kantine Zukunft entwickelt wurde. 

Gute Praxis auf einen Blick

  • 230 Mahlzeiten pro Tag
  • 40 Prozent des Wareneinsatzes sind Bio-Zutaten
  • BIO Erfolgsfaktor: Gute Zusammenarbeit  zwischen Ministerium, Pächter und Beratungsunternehmen

Umstellung und Kommunikation

Ausgewählt wurden zuerst die Produkte, die ohne große Kostensteigerungen auf Bio umgestellt werden können: Sättigungsbeilagen wie Pasta, Reis und Cous-cous, aber auch einige Gemüsesorten sowie fast die komplette Salatbar, Kaffee und Molkereiprodukte sind nun vollständig in Bio-Qualität. Das erleichtert nicht nur die Lagerung und Zertifizierung, sondern stärkt durch die verbindliche Abnahme auch die Lieferbeziehungen. Welche Produkte Bio sind, wird den Gästen über Aushänge kommuniziert. Die Notwendigkeit der Umstellung soll dabei nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit Hilfe attraktiver Angebote vermittelt werden. Regelmäßiges Einholen von Feedback hilft der Kantine dabei, am Zahn der Zeit zu bleiben und die Umstellung erfolgreich weiterzuführen.


Kontaktdaten

Andreas Ulrich (Geschäftsführer Widynski & Roick)
E-Mail: a.ulrich@widynski-roick.de


Letzte Aktualisierung 10.01.2023

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