Online-Tool zur Bio-Speiseplanung

Der Bio-Speiseplaner hilft Kitas und Schulen dabei, auf eine nachhaltige Verpflegung umzustellen. Saisonal, regional, Bio – Der "Biospeiseplan" bietet mit wenigen Klicks fertige Wochenspeisepläne mit praxiserprobten Rezepten sowie genauer Kosten- und Mengenkalkulationen.

Das Wichtigste in Kürze zum Bio-Speiseplaner:

  • bietet ernährungsphysiologisch ausgewogene und saisonal abgestimmte Sechswochenspeisepläne für Frühling, Sommer, Herbst und Winter,
  • berechnet den Wareneinsatz je nach Alter und Anzahl der Gäste,
  • kalkuliert die Kosten auf der Basis von Großhandelspreisen für Bio-Lebensmittel,
  • ist kostenfrei und für alle staatlichen, städtischen, kirchlichen und gemeinnützigen Einrichtungen unbegrenzt verfügbar.

Wie kann eine ausgewogene und nachhaltige Verpflegung in Kitas und Schulen gelingen? Welche Gerichte und Wochenspeisepläne sind sinnvoll und machbar? Und mit welchen Kosten muss man bei einer Umstellung auf Bio-Lebensmittel rechnen? Der “Bio-Speiseplaner” gibt Antworten. Er liefert fertige Wochenspeisepläne, über 200 Rezepte und eine genaue Mengen- und Kostenkalkulation. Die Preise für die Gerichte werden auf Basis von aktuellen Bio-Großhandelspreisen errechnet.Videos zur Küchenpraxis und online-Schulungen ergänzen das Angebot.

Das Online-Tool ist kostenlos und kann von allen Kitas und Schulen genutzt werden. Der Bio-Speiseplaner ist ein Angebot von Bio für Kinder, einem Projekt von Tollwood und dem Plan Bio e.V..

Genaue Kosten für Bio-Gerichte

Zwei Küchenprofis haben bei Rezepten und Speiseplanung ihre gesammelten Erfahrungen und ihr Wissen eingebracht: Die Ökotrophologin Edith Gätjen, Präsidentin des Verbands für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) e. V., und der Küchenmeister Stefan Brandel. Wer das Online-Tool nutzen will, kann zunächst das Alter und die Anzahl der Tischgäste einstellen. So lassen sich der Lebensmittelbedarf genau berechnen und Speisereste vermeiden. Die Preiskalkulation bezieht sich auf Rezepte mit Zutaten, die zu 100 Prozent aus ökologischer Herstellung stammen. Bei Bedarf können sich die Nutzerinnen und Nutzer mit wenigen Klicks automatisch eine Einkaufsliste erstellen lassen. In den vegetarisch-veganen Grundplan können die Einrichtungen einmal wöchentlich auch ein Fleisch- oder Fischgericht dazu wählen.

Mit im Blick: True Cost Accounting

Der Bio-Speiseplaner hilft nicht nur dabei, das Verpflegungsangebot für die Tischgäste zu verbessern. Eine nachhaltige Verpflegung mit Bio-Lebensmitteln reduziert gleichzeitig die negativen Effekte auf die Umwelt und damit die versteckten Kosten für unsere Gesellschaft, die durch eine nicht-nachhaltige Lebensmittelproduktion entstehen. Diese “externe Kosten” sind normalerweise in den Preisen für Lebensmittel nicht enthalten. Deshalb können hier Marktmechanismen nicht funktionieren.

Wissenschaftliche Berechnungen zeigen ganz klar: Gerichte mit Fleisch erzeugen deutlich mehr Treibhausgase und damit mehr Folgekosten als Gerichte mit Milchprodukten. Am geringsten sind diese Kosten bei veganen Gerichten.

Die Umstellung auf Bio-Lebensmittel führt bei allen Kategorien (Fleisch, Milch, vegan) zu einer Reduzierung der externen Kosten. Das Schaubild zeigt die relativen Preisaufschläge, die beim sogenannten “True Cost Accounting” entstehen. Sie stammen aus einer in nature communications veröffentlichten wissenschaftlichen Studie eines Forschungsteams der Universitäten Greifswald, München und Augsburg. Bei konventionellen tierischen Produkten wurden auch Klima-Effekte berücksichtigt, die durch Landnutzungs-Änderungen entstehen.

Der Bio-Speiseplaner ermöglicht Kitas und Schulen auf unkomplizierte Weise, ihr Küchenmanagement und die Speiseplanung in einem realistischen Kostenrahmen zu halten und gleichzeitig auf biologische Lebensmittel umzustellen. Küchenkräfte brauchen dabei nicht das Rad neu zu erfinden, sondern können das gesammelte Wissen aus diesem Projekt nutzen. Gleichzeitig ersparen Einrichtungen, die ihre Verpflegung auf Bio-Lebensmittel umstellen, unserer Gesellschaft in einem erheblichen Umfang externe Umweltkosten.


Letzte Aktualisierung 11.08.2026

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