Verarbeitungsunternehmen sind in der Auswahl von Verpackungsmaterial teilweise noch sehr beschränkt. Sie müssen auf bestehende zurückgreifen, die mit den vorhandenen Entsorgungssystemen und rechtlichen Vorgaben funktionieren. Vor allem kleine oder mittelständische Verarbeitungsunternehmen haben finanziell oftmals nicht die Möglichkeit neue Verpackungen zu entwickeln oder kostenintensive Innovationen einzusetzen. Hinzu kommt die Herausforderung beim Export der Produkte, da sich die Entsorgungssysteme in anderen Ländern von deutschen unterscheiden können.
Doch gibt es bereits einige Pioniere der Bio-Branche, die bereits auf innovative Verpackungskonzepte setzen, die ökologische Prinzipien mit technologischer Funktionalität verbinden. Einige Herstellungsunternehmen verwenden beispielsweise eine biologisch abbaubare Verpackungsfolie aus Cellulose, Glycerin und pflanzlichem Bindemittel, die vollständig kompostierbar ist. Darüber hinaus experimentieren sie mit essbaren Verpackungen, mitwachsendem Pilzmaterial oder innovativen Bio-basierten Kunststoffen aus Stärke, Algen oder Milchsäure, um den ökologischen Fußabdruck weiter zu senken.
Entscheidungshilfe im Umgang mit bio-basierten Kunststoffen bietet die Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) mit einem Bio-Kunststoff-Tool. Es erfasst Informationen, bewertet diese und hilft dabei, bei der Vielzahl der heute vorhandenen Bio-Kunststoffvarianten, Antworten auf wichtige Fragestellungen zu bekommen.
Das Tool beleuchtet alle relevanten Bereiche:
Ökologie
Sozialverträglichkeit
Sicherheit & Technik
Qualität