Hof Stolze Kuh - Landwirtschaftsbetrieb Janusz

Hof Stolze Kuh: Das Wesen der Kuh achten

Am Anfang waren die Ideale. Mit dem Hof Stolze Kuh bauten Anja und Janusz Hradetzky 2014 einen völlig neuen Betrieb auf und verbinden ökologischen Landbau, Naturschutz, die eigene Hofkäserei und Bildungsveranstaltungen.

„Wir haben uns im Studiengang Ökolandbau & Vermarktung kennengelernt“, sagt Janusz Hradetzky. „Nach dem Studium leiteten wir einen Milchviehbetrieb bei Stuttgart, bewirtschafteten eine Kuh- und Ziegen-Alm in Südtirol und unterstützten einen Bergbauern beim Käsen und Vermarkten.“


Der Hof

Hof Stolze Kuh
Landwirtschaftsbetrieb Janusz Hradetzky
Weinbergstraße 6a
16248 Lunow-Stolzenhagen
Brandenburg

Öko-Kontrollstelle: DE-ÖKO-021

Tel.: 033365-7 19 87

E-Mail: stolzekuh@posteo.de
Internet: www.stolzekuh.de

Zahlen – Daten – Fakten

Fläche

220 Hektar Ackerfläche, davon 30 Hektar Feldfrüchte, 80 Hektar Ackerfutter und 110 Hektar Dauergrünland

Rinder

150 Rinder (inklusive aller Jungtiere) 

Weidehaltung

9 Monate im Jahr weiden die Kühe im Nationalpark Unteres Odertal


Kälber an Kühen und Weidemelkstand

Dann war es Zeit für etwas Eigenes, und zwar mit Schwerpunkt auf wesensgemäßer, naturnaher Milchviehhaltung. Auf dem Hof weiden ganzjährig 30 Kühe alter Zweinutzungsrassen auf Naturschutzflächen des Nationalparkvereins Unteres Odertal, nordöstlich von Berlin an der polnischen Grenze. Daran ist gleich mehreres besonders: „Wir ziehen unsere Kälber nicht von den Kühen getrennt auf“, erklärt Anja Hradetzky. „So ist das soziale Lernen in der Herde stärker. Sie trinken die erste Woche direkt bei der Mutter, danach behält eine Kuh ihr Kalb, wenn sie ein zweites adoptiert. Die Mutter des Zweiten kann es besuchen und wird von uns gemolken.“ Auch die männlichen Kälber wachsen auf der Weide auf und werden im Alter von drei Jahren geschlachtet. Natürlich behalten alle Tiere ihre Hörner.

Der Herausforderung, dass die Weiden weit vom Dorf entfernt sind, begegnen die Hradetzkys pragmatisch mit einem Weidemelkstand. Direkt im Nationalpark wird gemolken. Seit 2020 darf sogar auf der Weide geschlachtet werden. Zudem gibt Anja Hradetzky Seminare im stressarmen Umgang mit Herdentieren, dem „Low Stress Stockmanship“. Als Trainerin für wesensgemäße Tierhaltung spricht sie auf Tagungen und liest aus ihrem Buch „Wie ich als Cowgirl die Welt bereiste und ohne Land und Geld zur Bio-Bäuerin wurde“.

Selbstbedienungsladen durchgängig geöffnet

Vielfalt in der Käserei

Die zertifizierte Heumilch verarbeitet der Hof in der eigenen Käserei, die über Crowdfunding finanziert wurde. Das Sortiment umfasst Trinkmilch, Joghurt, handgeschöpften Quark, Frischkäse, Weichkäse, Bratkäse und verschiedene Schnittkäse. Kein Käse schmeckt wie der andere. „Das liegt daran, dass unsere Kühe ihr Futter auf der Weide selbst suchen“, so Janusz Hradetzky. Der Mineralienund Ölgehalt der Wildpflanzen wirkt sich auf Geschmack und sogar Farbe der Milch aus. So erhält der leuchtend gelbe „Stolze Udo“ seine Farbe beispielsweise vom Carotin im Gras.


Betriebsspiegel

  • Betriebsart: Futterbau- und Gemischtbetrieb mit Milchviehhaltung
  • Betriebsfläche: 220 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 110 Hektar Ackerland, 110 Hektar Naturschutz-Grünland
  • Fruchtfolge: Hafer mit Kleegras-Untersaat, Klee-Luzernegras, Weizen
  • Tierhaltung: 150 Rinder, Allgäuer Braunvieh- und Angler Rotvieh-Zuchtbullen, 60 Zweinutzungsrassehühner, 4 Pferde, 1 Hund, 1 Katze
  • Anbauverband: Demeter
  • ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-021

Betriebs-Faltblatt zum Herunterladen und Ausdrucken

Die Inhalte des Betriebsporträts finden Sie hier auch in einem Faltblatt als PDF-Datei.

Letzte Aktualisierung 18.02.2022

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