Klosterhof Bünghausen

Klosterhof Bünghausen: Bergisch, regional und fair

Susanne Schulte und Peter Schmidt betreiben ihren kleinen Vollerwerbsbetrieb in Gummersbach mit Engagement, Herzblut und viel Überzeugungskraft. Neben der Tierzucht sind Bauernhof-Erlebnis-Angebote ein wesentliches Standbein.

Auf dem Klosterhof Bünghausen werden Rotes Höhenvieh sowie braune, weiße und schwarze Bergschafe gezüchtet und weiden hier auf gut 21 Hektar. „Gerne dürften es noch ein paar mehr werden“, sagt Peter Schmidt. „Das Bergische Land gehört zu den Regionen, die besonders hart von den jüngsten Trockenheiten getroffen wurden, die Futtergrundlage verdorrt zunehmend.“


Der Hof

Klosterhof Bünghausen
Peter Schmidt
Hömelstraße 12
51645 Gummersbach-Bünghausen
Nordrhein-Westfalen

Öko-Kontrollstelle: DE-ÖKO-003

Tel.: 02261-78 36 9

E-Mail: info@klosterbauer.de
Internet: www.klosterbauer.de

Zahlen – Daten – Fakten

Fläche

21 ha Grünland inkl. Streuobstwiesen und kleiner Ackerflächen

Tiere

21 Rinder: Mutterkühe, Ochsen, Färsen und eigener Zuchtbulle (Rotes Höhenvieh); 30 Bergschafmütter mit Nachzucht

Hühner

200 Rassehühner und 100 Hähnchen


Film ab: Biodiversität und Naturschutz auf dem Biokreis Klosterhof Bünghausen


Kompromisslos bio und regional

In der Geflügelhaltung geht der Hof mit den Hühnern der Rassen Les Bleues (Bresse), Mechelner und den Triesdorfer Landhühnern neue Wege. Zwar legen die Hennen weniger Eier und fressen mehr, sind dafür aber robuster. „Die männlichen Küken sind nicht vergleichbar mit den schmächtigen Bruderhähnen der Hochleistungshennen. Sie werden hier auf dem Hof zu echten Kerlen großgezogen“, erklärt Schmidt. Die Tiere leben in kleinen mobilen Ställen und Bauwagen mit Wiesenauslauf.

Eine weitere Seltenheit ist der mobile Schlachter, der auf den Hof kommt. So werden die Tiere bis zum letzten Moment ruhig und stressfrei behandelt. „Bei der alltäglichen bäuerlichen Arbeit ist mir wichtig, dass wir tiergerecht arbeiten und unseren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und der Bergischen Kulturlandschaft leisten“, so Peter Schmidt. „So kann ich unsere Produkte genießen und mit gutem Gewissen verkaufen.“

Verkauf ab Hof: nach telefonischer Absprache in der Hömelstraße 12 in Gummersbach-Bünghausen.

Erhalt durch Nutzung

Als Initiator der Regionalvermarktung bergisch pur und als Biokreis-Betrieb setzt der Klosterhof auf regionale Produktion. Als GEH-Archehof und VIEH-Nutztierarche engagiert er sich für den Erhalt traditioneller Nutztierrassen. Das bedeutet: Zukunft haben die Rassen nur, wenn sie auf bäuerlichen Betrieben überleben und ihre Produkte verwertet werden.

Ein Förderverein stärkt den Hof. Er unterstützt beispielsweise Eltern, die ihre Kinder zu den Ferienprogrammen schicken wollen, initiiert Naturschutz-Aktivitäten und hilft bei der Bewältigung des Klimawandels. Der Klosterhof Bünghausen veranstaltet (Öko-) Aktionstage, informiert Landwirtinnen und Landwirte über Bio-Themen, öffnet seinen Hof für Schülergruppen und Betriebsausflüge, arbeitet mit Studierendengruppen, bietet Kindergeburtstage und viele weitere Veranstaltungen an.


Betriebsspiegel

  • Betriebsart: Grünlandbetrieb mit Herdbuchzucht und Fleischproduktion
  • Betriebsfläche: 21 Hektar Dauergrünland inkl. Streuobstwiesen und kleiner Ackerflächen
  • Tierhaltung: bis zu 30 Mutterschafe (braune, weiße und schwarze Bergschafe) mit Nachzucht, mehrere Zuchtböcke, fünf Mutterkühe und 15 Mastrinder der Rasse Rotes Höhenvieh mit eigener Bullenhaltung, 40 Legehennen und 100 Masthähnchen (Zweinutzungsrassen Mechelner und LesBleues), zwei Noriker-Kaltblüter Zuchtstuten
  • Anbauverband: Biokreis
  • ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-003

Betriebs-Faltblatt zum Herunterladen und Ausdrucken

Die Inhalte des Betriebsporträts finden Sie hier auch in einem Faltblatt als PDF-Datei.


Hofreportage: Zurück aufs Land

Peter Schmidt, Betriebsleiter des Klosterhof Bünghausen in Gummersbach, liebt und lebt ein Motto: Menschen aufs Land holen. Denn: "Bei jungen Menschen ist das Wissen über Landwirtschaft und Lebensmittel verlorengegangen", fasst er seine Beobachtungen zusammen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, lädt der Ökolandwirt regelmäßig interessierte Schulklassen auf seinen Hof ein.
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