Sommerfeldtag ökologischer Ackerbau
99955 Mittelsömmern
Die ausgewachsene Markeule ist ein beige-brauner bis rostbrauner Nachtfalter. Auf dem Brustkorb, oberhalb der Flügelansätze trägt sie einen büscheligen Haarpelz. Sie erreicht eine Länge von 1,6 bis 2,5 Zentimetern.
Die Raupen der Markeule sind variabel gefärbt und einen bis vier Zentimeter lang mit dunklen Warzen, gelbbraunem Nacken- und Afterschild und einem glänzend rotbraunen Kopf. Junge Raupen sind dunkel purpurfarben und minieren im zeitigen Frühjahr in den frisch ausgetriebenen Hopfentrieben. Befallene Triebe sind durch saftlos nach unten hängende Spitzen erkennbar, die dem Aufhänger eines Kleiderbügels ähneln.
An Hopfenwurzeln treten ähnliche Schmetterlingsraupen mit braunem Kopf und hellerer Körperfarbe auf, sie sind in ihrer Schadwirkung aber von geringer Bedeutung:
In Stengel oder Blattstengel bohren sich ebenfalls verwechselbare anderen Arten ein:
Am Hopfenlaub können weitere Raupen fressen, ohne bedeutsame Schäden zu verursachen:
Die Raupen der Markeule treten in einzelnen Jahren verstärkt auf. Durch ihre bevorzugte Vermehrung an Quecken sind Hopfengärten mit verunkrauteter Bodenbedeckung stärker gefährdet. Bei starkem Befall kann das Absterben von einzelnen Trieben und ganzen Stöcken wirtschaftliche Schäden verursachen.
Der Nachtfalter legt im Laufe des Sommers Eier bevorzugt an Quecke ab. Im folgenden Frühjahr schlüpfen daraus Raupen, die sich zunächst von Quecke und später minierend vom Hopfen ernähren. Im Mai und Juni erreichen die Raupen ihre letzten Larvenstadien, die durch den Fraß an Wurzelansätzen Schäden verursachen. Sie verpuppen sich etwa Ende Juni im Boden.
Letzte Aktualisierung 16.09.2019