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Markeule
Hydraecia micacea (Esper), Familie: Eulenfalter
Schadbildbeschreibung
Die ausgewachsene Markeule ist ein beige-brauner bis rostbrauner Nachtfalter. Auf dem Brustkorb, oberhalb der Flügelansätze trägt sie einen büscheligen Haarpelz. Sie erreicht eine Länge von 1,6 bis 2,5 Zentimetern.
Die Raupen der Markeule sind variabel gefärbt und einen bis vier Zentimeter lang mit dunklen Warzen, gelbbraunem Nacken- und Afterschild und einem glänzend rotbraunen Kopf. Junge Raupen sind dunkel purpurfarben und minieren im zeitigen Frühjahr in den frisch ausgetriebenen Hopfentrieben. Befallene Triebe sind durch saftlos nach unten hängende Spitzen erkennbar, die dem Aufhänger eines Kleiderbügels ähneln.
Ähnliche Schädlinge
An Hopfenwurzeln treten ähnliche Schmetterlingsraupen mit braunem Kopf und hellerer Körperfarbe auf, sie sind in ihrer Schadwirkung aber von geringer Bedeutung:
- Großer Hopfen-Wurzelbohrer (Hepialus humuli) - weiße Raupe
- Kleiner Hopfen-Wurzelbohrer (Pharmacis lupulina) - grau-braune Raupe
- Saateule oder Erdraupe (Agrotis segetum) - grau-braune Raupe; rollt sich radförmig zusammen
In Stengel oder Blattstengel bohren sich ebenfalls verwechselbare anderen Arten ein:
- Kleine Hanfmotte (Grapholita delineana) - weiße Raupe
- Maiszünsler - weiße Raupe
Am Hopfenlaub können weitere Raupen fressen, ohne bedeutsame Schäden zu verursachen:
- Schattenwickler (Cnephasia alticolana) - dunkelgrüne bis schwarzbraune Raupe; bei warmer Frühjahrswitterung an Blättern und Triebspitzen
- Edelfalter: Tagpfauenauge (Aglais io), Kleiner Fuchs (Aglais urticae), und C-Falter (Polygonia c-album) - mit kräftigen Stacheln besetzte Raupen
- Buchen-Streckfuß (Caliteara pudibunda) - gelbe, sehr borstige Raupe mit rotem Hinterleibsstachel
- Hopfenzünslereule (Hypena rostralis) - blassgrüne Raupe mit feinen weißen Streifen
- Hopfen-Blütenspanner (Eupithecia assimilata) - grüne bis braune, rautenförmig gezeichnete Raupe; auch an Blüten und Dolden
Schadwirkung
Die Raupen der Markeule treten in einzelnen Jahren verstärkt auf. Durch ihre bevorzugte Vermehrung an Quecken sind Hopfengärten mit verunkrauteter Bodenbedeckung stärker gefährdet. Bei starkem Befall kann das Absterben von einzelnen Trieben und ganzen Stöcken wirtschaftliche Schäden verursachen.
Biologie
Der Nachtfalter legt im Laufe des Sommers Eier bevorzugt an Quecke ab. Im folgenden Frühjahr schlüpfen daraus Raupen, die sich zunächst von Quecke und später minierend vom Hopfen ernähren. Im Mai und Juni erreichen die Raupen ihre letzten Larvenstadien, die durch den Fraß an Wurzelansätzen Schäden verursachen. Sie verpuppen sich etwa Ende Juni im Boden.
Regulierungsstrategien
- Sorgfältige Queckenregulierung in der Bodenbegrünung
- Es sind keine Pflanzenschutzmittel gegen Markeulen im ökologischen Hopfenbau zugelassen.
Letzte Aktualisierung 16.09.2019




