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Thripse
Beschreibung
Von Thripsen angesaugte Blätter werden hell und glänzend silbrig, die Saugstellen zeigen sich als etwa einen Millimeter kleine weiße Flecken. Beim Doldenbefall stechen die Thripse die Doldenblätter an. Stärker befallene Dolden entwickeln dadurch eine fahle hellgrüne Färbung. Die Tiere hinterlassen Ausscheidungen in Form von kleinen dunkelgrünen Pünktchen auf den befallenen Bereichen.
Die Thripse sind bis zu drei Millimeter lange, schmale Insekten. Es treten hauptsächlich die gelblichen bis hellgrünen Larven auf. Seltener findet man die ausgewachsenen schwarzen Tiere mit schmalen Flügeln, die meist schlecht fliegen können.
Ähnliche Schädlinge
Im Frühjahr kann Thripsbefall leicht mit dem Schadbild der Spinnmilben verwechselt werden. Eine Suche nach den Schädlingen selbst verschafft hier Klärung, typisch sind zudem die Ausscheidungen der Thripse und die Gespinste der Milben.
Schadwirkung
Die Saugtätigkeit der Thripse an den Hopfenblättern führt in der Regel zu keinem wirtschaftlichen Schaden. Der Doldenbefall ist in seinen Auswirkungen noch nicht untersucht. An Hopfen können unterschiedliche Arten aus der Thrips-Familie auftreten, die auch andere Kulturen befallen. Beispiele sind der Zwiebelthrips (an Zwiebel, Kohl, Kartoffel und Wein) und der Kalifornische Blütenthrips (an Gewächshauskulturen).
Biologie
Thripse, die auch als Fransenflügler oder Blasenfüße bezeichnet werden, sind Insekten mit sehr schmalen, mit Fransen besetzten Flügeln. Mit ihren stechend-saugenden Mundwerkzeugen stechen sie Pflanzenzellen an und saugen sie aus. Mehrere Arten dieser Familie befallen Hopfen. Die Hauptflugzeit einiger Arten reicht von Mitte Juli bis Mitte August. Besonders bei trockenen und warmen Sommern kommt es zu hohen Vermehrungsraten.
Die Eier werden in das Blattgewebe abgelegt. Nach etwa sechs bis vierzehn Tagen schlüpfen die Larven des ersten Stadiums. Die Entwicklung des Pronymphen- und Nymphenstadiums erfolgt im Boden, danach wandern die geschlüpften Imagines wieder auf die Pflanze. Es kommt zu mehreren, sich überlappenden Generationen im Jahr. Die Überwinterung erfolgt im Boden oder an Wirtspflanzen.
Wichtige Gegenspieler der Thripslarven auf der Pflanze sind Florfliegen und Blumenwanzen. Gegenspieler der Larven und Puppen im Boden sind Raubmilben und insektenpathogene Pilze.
Regulierungsstrategien
Eine Bekämpfung ist in der Regel nicht notwendig.
Letzte Aktualisierung 16.09.2019

