Walnuss regional entwickeln: Kooperationen von Anbau bis Vermarktung
71083 Herrenberg
Ab Juni vergilben die Blätter an Hopfenreben von unten her, werden unregelmäßig braun und welken. Insbesondere bei trockener, heißer Witterung kommt es zu Welkesymptomen an der Pflanze, die Blätter fallen bei leichter Berührung ab.
Die Blüte und Ausdoldung werden unterbrochen, Dolden sterben ab. Nicht abgestorbene Dolden nehmen ein geschecktes Aussehen an. Beim Durchschneiden der Rebe im unteren Bereich zeigen sich verbräunte Leitungsbahnen. Die Welke betrifft meist alle Triebe einer Rebe, teilweise können auch einzelne Aufleitungen oder einzelne Triebe einer Aufleitung betroffen sein.
Verdächtige Pflanzen können durch die jeweiligen Landesämter im Labor auf Verticillium untersucht werden.
Es treten eine milde und eine aggressive(letale)Form des Erregers auf. Bei mildem Welkebefall können einzelne Triebe absterben. Nicht abgestorbene, verfärbte Dolden verschlechtern die optische Qualität der Ernte. In folgenden Fällen liegt die besonders schädliche aggressive Form der Welke vor, die zum Totalausfall führen kann:
Verticillium-Welke bei Hopfen ist eine bodenbürtige Pilzkrankheit, die von zwei Pilzarten hervorgerufen werden kann: Verticillium dahliae und dem erst 2011 beschriebenen Verticillium nonalfalfae. Letzterer wird in zwei Stämme unterteilt, die eine milde und eine aggressive Form der Welkekrankheit darstellen. V. dahliae ist ein weit verbreiteter Pilz, der auch an zahlreichen Obstgehölzen, Kartoffel, Sonnenblume, Erbse, Bohne, Tomate und Gurke schädlich werden kann und verschiedene Zier- und Wildpflanzen befällt.
Der Welkepilz infiziert vom bodenbürtigen Pilzgeflecht ausgehend junge oder verletzte Hopfenwurzeln, dringt in die Wasserleitungsbahnen der Pflanze ein und wächst mit der Pflanze nach oben. Dabei verstopft das Pilzgeflecht die Leitungsbahnen und verhindert somit den Wassertransport nach oben zu den Blättern. Zusätzlich produziert er Pilzgifte (Toxine), die den Alterungsprozess der Pflanze beschleunigen. Das Pilzgeflecht kann vier bis fünf Jahre im Boden überdauern.
Eine direkte Bekämpfung der Verticillium-Pilze ist nicht möglich. Durch folgende Maßnahmen kann eine weitere Verbreitung eingedämmt werden:
Letzte Aktualisierung 16.09.2019