Sommerfeldtag ökologischer Ackerbau
99955 Mittelsömmern
An den Blättern treten mosaikartige Aufhellungen auf. Blätter verhärten und drehen sich ein. Das Wachstum ist teilweise gestaucht und verlangsamt. Beim Apfelmosaikvirus können sich zudem ring- und bänderförmige Aufhellungen bilden. Während kühler Witterung oder starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht treten die Symptome stärker in Erscheinung. Auch latente Infektion ohne Symptome kann vorliegen.
Das Latente Hopfenvirus (HpLV), das Amerikanische Latente Hopfenvirus (AHpLV) und das Latente Hopfenviroid (HpLVd) führen meist zu keinen sichtbaren Symptomen. Schäden entstehen bei Mischinfektionen mit weiteren Viren.
Das Arabismosaikvirus (ArMV) führt zu gekräuselten Triebspitzen (Kräuselkopf), tritt aber bisher in Deutschland nicht auf. Das Hopfenstaucheviroid (HpSVd) und das Zitrusviroid IV (CVd IV oder CBCVd) treten ebenfalls noch nicht regelmäßig in Deutschland auf, stellen aber eine echte Gefahr dar. CBCVd wurde 2019 erstmals im bayerischen Hopfenbau nachgewiesen. Sie führen zu starken Wachstumsstauchungen und Ertrags- und Qualitätseinbußen.
Eine sichere Bestimmung der jeweiligen Viren- oder Viroidart ist nur durch Laboruntersuchung möglich.
Mosaikviren treten in allen Hopfenbaugebieten auf. Ertrag und Alphasäuregehalt werden durch Virenbefall vermindert. Besonders hoch ist das Schadpotential des Apfelmosaikvirus.
Das Hopfenmosaikvirus wird durch Blattläuse übertragen, die den Erreger schon bei Probestichen an infizierten Pflanzen aufnehmen können. Für einen begrenzten Zeitraum können sie gesunde Pflanzen infizieren (nicht-persistente Übertragung).
Das Apfelmosaikvirus wird dagegen mechanisch übertragen, zum Beispiel durch Pflegemaßnahmen oder die direkte Berührung benachbarter Pflanzen.
Zudem muss die Einschleppung noch nicht auftretender Virenarten verhindert werden:
LfL Bayern: Viroid- und Virusinfektionen an Hopfen
Letzte Aktualisierung 16.09.2019