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Biolandhof Frohnenbruch: Bio aus der Schloßallee

Der Biolandhof auf dem ehemaligen Rittergut Frohnenbruch ist seit sieben Generationen im Besitz von Familie Bird. Legehennen und Bruderhähne, Rinder und Freilandschweine prägen den Betrieb. Immer gibt es Neues – wie etwa das Café am Weiher.
„Wir zeigen gerne, wie und warum Ökolandbau funktioniert“, sagt Betriebsleiter Klaus Bird. „Denn das tut er. Und zwar nachhaltig wie sonst kein anderes landwirtschaftliches System.“ Beispiele hierfür kann der Landwirt eine Menge aufführen – sei es in der Tierhaltung und auf dem Acker oder bei gezielten Naturschutzmaßnahmen.
Hof Frohnenbruch ist heute noch an drei Seiten von Wasser umgeben. 1304 wurde der Hof erstmalig erwähnt, die ältesten Gebäude sind über 400 Jahre alt. 2002 wurde der Betrieb auf Ökolandbau gemäß der Bioland-Richtlinien umgestellt. Für seine innovative Tierhaltung wurde der Betrieb im Jahr 2025 mit dem Bundespreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet.
Rinder, Hennen und Bruderhähne
Im Sommer grasen die Limousin-Rinder auf den tief liegenden Weideflächen, im Winter bietet der allseits offene Stall den Mutterkühen mit ihren Kälbern viel frische Luft. Hühner und Masthähnchen sind in Mobilställen untergebracht und haben viel Freilauf. Auch die männlichen Geschwister der Hennen, die „Bruderhähne“, dürfen leben und werden bis zur Schlachtreife aufgezogen und dann vermarktet.
Neue Schweine braucht das Land
Seit 2017 hält Familie Bird Bio-Schweine auf ihrem Hof, seit 2020 sind es Freilandschweine als Teil der Fruchtfolge. Halbjährlich wechseln die Tiere auf neue Kleegrasflächen, auf denen sie im Boden wühlen und sich in großen Suhlen austoben können.
In der hofeigenen Gläsernen Bio-Metzgerei wird das Schweinefleisch in edle Teilstücke zerlegt oder zu mehr als 20 Wurstsorten verarbeitet. Auch das hofeigene Rind- und Geflügelfleisch werden dort weiter verarbeitet. Im Hofladen gibt es neben dem Frischfleisch viele weitere Hofprodukte wie Eier, Nudeln und Convenience Produkte, außerdem frisches Obst und Gemüse, Käse, Molkereiprodukte sowie ein umfangreiches Bio-Vollsortiment.
Transparenz und Informationen für alle
Familie Bird zeigt allen Interessierten immer gerne, wie moderne Landtechnik und ökologischer Landbau gut zueinander passen. Dazu bietet sie Informationen und Führungen für Verbraucherinnen und Verbraucher an und vermittelt Wissen bei Veranstaltungen z. B. für Schulgruppen, Kindergärten sowie individuelle Erwachsenengruppen.
Betriebsinfos
Biolandhof Frohnenbruch
Familie Klaus Bird
Schloßallee 81
47475 Kamp-Lintfort OT Hoerstgen
Telefon: 02842-4 10 00
E-Mail: infofrohnenbruchde
Internet: www.frohnenbruch.de
Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9 bis 18 Uhr
Samstag von 9 bis 14 Uhr
- Betriebsart: Gemischtbetrieb
- Betriebsfläche: 105 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 57 Hektar Ackerland und 48 Hektar Grünland
- Fruchtfolge: Kleegras, Mais, Ackerbohne, Winterweizen, Sommerwicke als Zwischenfrucht, Sommerweizen als Backweizen
- Tierhaltung: 80 Mutterkühe (Limousin), 3 Zuchtbullen, 30 Nachzuchtfärsen, 60 Kälber sowie 1.000 Legehennen und 400 Hähnchen, 180 Freilandschweine
- Anbauverband: Bioland
- ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-006
Film ab: der Biolandhof Frohnenbruch
#OekoHofEinblicke // Folge #12: "Schwein gehabt!", Biolandhof Frohnenbruch
"Schwein gehabt!" heißt es in der zwölften Folge. Familie Bird bewirtschaftet den Biolandhof Frohnenbruch am Niederrhein gemeinschaftlich. Ihre Tiere leben alle draußen, seit kurzem auch die Schweine. Dafür hat sich Sohn Paul eingesetzt. Mutter Bärbel freut das. Ihr ist wichtig, dass sich die Tiere sauwohl fühlen und es ihnen gut geht.
Mehr Infos zum Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau:
Letzte Aktualisierung 04.01.2026



