Eine (Bio-)Reise durch Europa

Die “Reise durch das Europa der Zukunft – Nachhaltige lokale Ernährungssysteme”, die durch das Organic Cities Network Europe am 3. Dezember 2025 im Europäischen Parlament vorgestellt wurde, gewinnt weiter an Dynamik: Zu den ursprünglich 16 geplanten Etappen sind inzwischen Perugia in Italien und Dijon in Frankreich hinzugekommen.

Damit umfasst die Initiative nun 18 Stationen in sechs europäischen Ländern. Das ist ein eindrucksvolles Zeichen für das wachsende Engagement auf kommunaler und europäischer Ebene für nachhaltige Ernährungssysteme.

Nächste Etappe am 1. Juni in Mouans-Sartoux

Interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und politische Verantwortliche aus Kommunen sind herzlich eingeladen, an der fünften Etappe dieser Reise teilzunehmen, die am 1. Juni in Mouans-Sartoux stattfindet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet ein vielfältiges europäisches Programm mit hochkarätigen Beiträgen, inspirierenden Praxisbeispielen und intensiven Austauschmöglichkeiten. Diese Etappe bietet nicht nur Raum für Begegnung und Vernetzung, sondern auch die Gelegenheit, eine der wegweisenden Initiativen Frankreichs im Bereich nachhaltige Ernährung kennenzulernen.

Mouans-Sartoux gilt europaweit als Vorreiterkommune: Bereits seit 2012 werden in den Schulkantinen ausschließlich biologische Mahlzeiten angeboten – ein Meilenstein, der durch eine konsequente kommunale Strategie ermöglicht wurde. Ein Großteil des verwendeten Gemüses stammt aus einem eigens gegründeten kommunalen Landwirtschaftsbetrieb, der Versorgungssicherheit, Transparenz und regionale Wertschöpfung vereint. Darüber hinaus hat die Stadt mit dem MEAD (Maison d’Éducation à l’Alimentation Durable) ein innovatives Zentrum geschaffen, das Bildung, Forschung und Bürgerbeteiligung im Bereich nachhaltiger Ernährung verbindet und als Modell für andere Kommunen dient.
 
Die ersten vier Etappen der Reise – in Rom, auf der Messe Biofach sowie im Rathaus in Nürnberg und zuletzt in Trient im Rahmen von BioLogica – sind auf große Resonanz gestoßen. Die Veranstaltungen waren durchweg sehr gut besucht und zeichneten sich durch eine hohe fachliche Qualität sowie einen lebendigen Austausch aus. Zahlreiche Fotos dokumentieren die intensive Beteiligung und die konstruktive Atmosphäre.

Zukunft nachhaltiger Ernährungssysteme in Europas Städten und Regionen

Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Vorstellung innovativer Projekte und Programme, sondern auch der strategische Dialog über die Zukunft nachhaltiger Ernährungssysteme in europäischen Städten und Regionen. Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft brachten ihre Perspektiven ein und zeigten auf, wie lokale Maßnahmen in größere europäische Strategien eingebettet werden können.
 
Besonders bereichernd waren die Beiträge von Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Landwirtinnen und Landwirten aus dem Bio-Sektor, die praxisnahe Einblicke in Chancen und Herausforderungen nachhaltiger Produktions- und Lieferketten gaben. Ergänzt wurde dies durch den Austausch mit europäischen Institutionen, Verbänden und Netzwerken zu aktuellen politischen Entwicklungen. Darunter finden sich die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die Weiterentwicklung der EU-Öko-Verordnung und des Aktionsplans für den Bio-Sektor sowie die anstehende Überarbeitung der Richtlinie zur öffentlichen Beschaffung. Hier wird deutlich, wie hoch das Thema EU-weit angesiedelt ist.

Die “Reise durch das Europa der Zukunft” versteht sich damit nicht nur als Veranstaltungsreihe, sondern als lebendiges europäisches Netzwerk, das Wissen bündelt, Innovationen sichtbar macht und konkrete Impulse für eine nachhaltige Transformation unserer Ernährungssysteme setzt.

Tipp: Verfolgen Sie online die Aktivitäten und Veranstaltungen des Organic Cities Network Europe auf europäischer Ebene. Hier geht's zur Webseite des Netzwerks


Letzte Aktualisierung 19.05.2026

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