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Energie einsparen in Metzgereien und Fleischereien

Die steigenden Energiekosten stellen Metzgereien und Fleischereien vor Herausforderungen. Energiesparmaßnahmen sind aufgrund der unsteten Bedingungen und der knappen Ressourcen gefragt. In einigen Bereichen lassen sich erheblich Energiekosten einsparen. Das lohnt sich finanziell und schont die Umwelt.
Einsparpotenziale in einzelnen Bereichen
Verarbeitungsprozesse wie Kochen, Garen und Backen verursachen hohe Energie- und Stromkosten. Hier besteht ein enormes Einsparpotenzial:
- Kochtemperaturen und -vorgänge optimieren
- Anlagenauslastung erhöhen
- Deckel und Türen geschlossen halten
- Befüllung mit warmen Wasser nutzen
- Wasserinhalt in Töpfen gering halten
- Anlagen nicht in der Nähe der Kühlung aufstellen
- Fleischverarbeitende Geräte, beispielsweise Cutter, nur bei Bedarf einschalten
- Leerlaufzeiten vermeiden
- Kesselfett vom abgekühlten Kesselwasser abschöpfen, um Fettabscheider zu entlasten und heißes Wasser zu sparen
Einsparpotenzial für diesen Teilbereich: etwa 20 Prozent
Warenpräsentation und Lagerung in Kühlgeräten und Kälteanlagen kann ebenfalls viel Energie verbrauchen. Auch hier kann Strom eingespart werden:
- Türen nur kurz öffnen und Dichtungen regelmäßig überprüfen
- Auslastung der Kühlgeräte optimieren
- Kälteschutzvorhänge in Kühlräumen und an Kühltheken nutzen
- Anlagen regelmäßig reinigen und abtauen
- Kondensator in möglichst kühlen Kellerräumen mit guter Belüftung aufstellen
- Anlagenabwärme für Warmwasserbereitung nutzen
- Tresen mit Abdeckungen und Glastüren einsetzen
- Verdampfer, Kühllamellen und Tauwasserrinnen regelmäßig reinigen
- Gefrorene Lebensmittel im Kühlschrank oder -raum auftauen
Einsparpotenzial für diesen Teilbereich: etwa 15 Prozent
Die Beleuchtung gehört in Metzgereien und Fleischereien zwar nicht zu den größten Stromfressern, dennoch lassen sich auch hier Energiekosten einsparen. Der Tausch der Beleuchtungsanlage rentiert sich oft bereits innerhalb weniger Jahre.
- Beleuchtungsanlage auf LED-Technologie umrüsten und bedarfsorientiert ausrichten
- Tageslichtnutzung erhöhen
- Kühltresen mit Leuchtstofflampen oder LED-Röhren beleuchten
- Außenwerbung und Schaufenster mit Dämmerungs- und Zeitschaltern ausrüsten
- Bei wenig genutzten Räumen auf Präsenzmelder setzen
- Beleuchtungssystem regelmäßig reinigen
- Bei Schaufenstern und Außenwerbung Dämmerungs- und Zeitschalter einsetzen
- Beleuchtungssystem regelmäßig reinigen
- Deckenfarben möglichst hell wählen
Einsparpotenzial für diesen Teilbereich: etwa 25 Prozent
Wärme wird in Fleischereien und Metzgereien für verschiedenste Prozesse gebraucht. Sie wird auch in Form von Dampf in der Produktion eingesetzt. Auch hier kann der Energieverbrauch gesenkt werden.
- Alte Heizkessel gegen moderne Kesseltechnik austauschen
- Hocheffiziente Umwälzpumpen einsetzen
- Temperaturniveau an Betriebszeiten anpassen
- Regelmäßig Wartungen durchführen
- Steuerung und Regelung von Heizkreisläufen mit unterschiedlichen Raumtemperaturen (beispielsweise Büro und Verkaufsraum) trennen
- Abwärme des hohen Kühlbedarfs für hohen Wärmebedarf nutzen und ein kombiniertes Abwärmenutzungssystem mit Pufferspeichern verwenden. Die Abwärme kann so sowohl für die Warmwassererwärmung sowie für den Prozesswärmebedarf bei der Produktion und die Heizung genutzt werden.
Einsparpotenzial für diesen Teilbereich: etwa 25 Prozent
Mit einfachen Maßnahmen, die ohne großen Aufwand im Arbeitsalltag eingebunden werden können, lässt sich darüber hinaus Strom sparen:
- Nach Feierabend das Licht ausmachen
- Türen schließen und kleine Geräte und Adapter abends vom Strom trennen
- Energieverbrauch dokumentieren und auswerten
- Energieeinsparmaßnahmen prüfen und gegebenenfalls anpassen
- Gegebenenfalls Energieberatung durch externen Berater in Anspruch nehmen
- Lastenmanagement einführen, um Arbeitsspitzen und Mehrkosten zu vermeiden
In Metzgereien und Fleischereien lohnt es sich sehr, auf den Energieverbrauch zu achten und Energie einzusparen. Nicht jede Maßnahme eignet sich für jeden Betrieb und muss gegebenenfalls im Einzelfall geprüft werden. Unabhängig von der Energiequelle können jedoch verschiedene Einsparpotenziale genutzt werden. Durch einen geringen Energieverbrauch über alle Stufen der Wertschöpfungskette hinweg, lassen sich die Energiekosten schon mit geringem Aufwand deutlich senken. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern leistet zum Umwelt- und Naturschutz auch einen wichtigen Beitrag.
