Für Björn Wiese, Bio-Bäcker "meester" aus Eberswalde, steht das "Backen wie früher" im Vordergrund. Nutzt er dafür aber auch einen Holzbackofen wie früher? Konkrete Backtemperaturen und somit die perfekte Backqualität für alle Backwaren sowie größere Mengen lassen sich mit diesem nicht verwirklichen. Stattdessen setzt Björn Wiese unter anderem auf den so genannten "Elektro-Steinofen" aus der Vulkaneifel, der in mehrere untereinander liegende Backkammern unterteilt ist, wie beim Etagenofen.
Elektroöfen gelten normalerweise als sehr energieintensiv, nicht so dieser. In diesem sind die Herdkammern komplett mit Stein ausgekleidet – und zwar mit dem aus der Vulkaneifel stammenden "Tuffstein". Dieser ist besonders feuerfest, wärmeleitfähig und wärmespeichernd. Nach Aufheizen des Backofens kann dieser ausgeschaltet werden, sodass im Gegensatz zu herkömmlichen, meist mit Gas befeuerten Etagenöfen, circa 40 Prozent weniger Energie eingesetzt werden muss und gleichzeitig sauberer Öko-Strom verwendet werden kann. Den Elektroofen mit selbstgenerierter erneuerbarer Energie zu betreiben ist eine weitere Überlegung wert, so Wiese.
Dadurch kann die Bäckerei mit ihrem vielseitigen Sortiment und den verschiedenen Ansprüchen von Back- und Konditoreiwaren ideale Backergebnisse erzielen und wird gleichzeitig noch den eigenen Vorgaben zum ökologischen Backen gerecht.
Zusätzlich ist ein so genannter "Monsun-Backofen" in Betrieb. Die Monsuntechnik gilt als besonders energieeffizient, da die Luft sehr langsam und in unterschiedliche Richtungen zirkuliert und somit eine bessere Wärmeübertragung gewährleistet. Aufgrund dieser Bedingungen können die Teiglinge im Ofen dichter gelegt und somit mehr gebacken werden. Zudem benötigt diese Technik einen geringeren Anschlusswert.