Ziel des BÖL-Projekts "WerterHahn" ist es, eine Wertschöpfungskette für Hahnenfleischprodukte aufzubauen. Durch die Vernetzung von Landwirtschaftsbetrieben, Schlachtungs- und Verarbeitungsunternehmen, dem Handel und der Gastronomie soll die Vermarktung deutlich verbessert werden. Im Interview berichten Maria Hermann und Joachim Jeske über die Ziele und Maßnahmen des Projektes.
Oekolandbau.de: Was ist Ihre Aufgabe in dem Projekt?
Joachim Jeske: Im Rahmen des Projektes hat die Ökologische Tierzucht gGmbH (ÖTZ) gemeinsam mit der Brudertier Initiative Deutschland e.V.(BID) und der Bauckhof GmbH eine Koordinationsstelle eingerichtet. Maria Herrmann und ich koordinieren das Projekt als Wertschöpfungskettenmanager(-in). Maria arbeitet vor allem im Homeoffice und koordiniert, strukturiert und organisiert die vielen Projektdetails. Ich nehme einen Großteil der Termine vor Ort bei interessierten Unternehmen aus Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Gastronomie wahr. Dazu gehört auch die Teilnahme an Messen, Info-Treffen, Gesprächen und Verhandlungen mit den Akteurinnen und Akteuren entlang der Wertschöpfungskette. Gemeinsam führen wir Online-Schulungen zur Vermarktungsunterstützung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handel durch.
Maria Hermann: Ein wichtiger Meilenstein innerhalb unseres Projektes war die Ausarbeitung und Durchführung einer digitalen, qualitativen Umfrage bei etwa 500 Betrieben.
Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Umfrage überführen wir gerade in einem Testlauf in einen digitalen Hofladen. Ein Großteil der Betriebe, die Zweinutzungshühner oder Bruderhähne halten, haben ihren Vertrieb stark auf Direktvermarktung ab Hof ausgerichtet. Ein digitaler Hofladen erweitert die Vermarktungsmöglichkeiten erheblich.