Bio-Wertschöpfungsnetzwerk Berlin-Brandenburg

Projekt: Bio-Wertschöpfungsnetzwerk Berlin-Brandenburg

Mit dem Projekt "Bio-Wertschöpfungsnetzwerk Berlin Brandenburg" soll die regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Ziel ist es, verschiedene regionale Produkte besser zu vermarkten und die ökologische Landwirtschaft zu fördern. Wertschöpfungskettenmanagerin Deborah Muschick berichtet im Interview mit Oekolandbau.de über die bisherigen Erfolge und Herausforderungen des Projekts.

Im Projekt "Bio-Wertschöpfungsnetzwerk Berlin-Brandenburg" wird ein Netzwerk aufgebaut, das Betriebe aus Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verbindet. Ziel ist es, die vorhandenen Vermarktungs- und Logistikstrukturen besser zu nutzen, um mehr regionale Bio-Produkte in den Handel zu bringen. Dabei setzt das Projekt auf Zusammenarbeit, Ressourcenteilung und die Stärkung des Lebensmittelhandwerks.

Das Netzwerk ist offen für alle interessierten Betriebe und Akteurinnen und Akteure, die sich bei regelmäßigen Treffen austauschen und gemeinsam die schon vorhandenen Absatzwege des Ökodorf Brodowin nutzen möchten.


Interview mit Deborah Muschick

Deborah Muschick ist die Wertschöpfungskettenmanagerin im Projekt "Bio-Wertschöpfungsnetzwerk Berlin-Brandenburg".

Sie hat ihren Bachelor an der HNE Eberswalde in "Ökolandbau und Vermarktung" absolviert und sammelte bereits vor und während des Studiums Praxiserfahrung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft.

Oekolandbau.de: Welche Ziele sollen erreicht werden?

Deborah Muschick: Wir möchten regionale Wertschöpfungsketten in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung nachhaltig stärken. Wichtig ist, dass sich Betriebe auf ihre Kernkompetenz – die Herstellung ökologischer Lebensmittel – konzentrieren können, während Vermarktung und Logistik gemeinsam organisiert werden. So fördern wir mehr regionale Bio-Produkte im Handel und schaffen stabile Strukturen, die auch nach Projektende bestehen bleiben.

Oekolandbau.de: Was ist Ihre Aufgabe in dem Projekt?

Deborah Muschick: Ich koordiniere das Netzwerk, bringe Akteurinnen und Akteure zusammen und fördere den Informationsaustausch. Außerdem unterstütze ich Betriebe individuell bei ihren Herausforderungen für die Vermarktung. Außerdem arbeiten wir auch mit anderen Projekten eng zusammen. Zum Beispiel konnten wir vor kurzem den Aufbau einer Wertschöpfungskette für regionale Kichererbsen begleiten. Zudem präsentiere ich die Produkte unserer Partner auf Fachmessen und Veranstaltungen, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen – besonders für kleine Betriebe, die alleine oft nicht die Ressourcen dafür haben. Das heißt, es geht in dem Projekt WertnetBB auch darum, Ressourcen zu bündeln.

Oekolandbau.de: Welche Partner sind mit im Boot? Was tragen diese Betriebe zum Projekt bei?

Deborah Muschick: Das Ökodorf Brodowin ist Projektleiter und stellt seine Vermarktungs- und Logistikstrukturen für alle Netzwerkpartner bereit. Das Ökodorf Brodowin produziert, verarbeitet und vermarktet überwiegend alle Produkte selbst. Mit eigenem Lager und Logistik etwa 45 Kilometer von Berlin. Weitere Partner des Projektes sind Märkisches Landbrot und die Lobetaler Bio-Molkerei, die schon seit langem eng mit Brodowin zusammenarbeiten und ihre Produkte über die gemeinsame Vermarktungsplattform vermarkten und auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel Rohstoffbeschaffung und Verarbeitung zusammen arbeiten.

Oekolandbau.de: Was sind die ersten und nächsten Schritte?

Deborah Muschick: Wir haben eine Projektstruktur aufgebaut und einen Leitfaden erstellt, der Betrieben zeigt, wie sie ihre Produkte über die Vermarktungswege vom Ökodorf Brodowin vermarkten können. Das vereinfacht die Abläufe für alle Beteiligten. Als nächstes wollen wir weitere regionale Betriebe mit ihren Produkten ins Netzwerk aufnehmen, neue Wertschöpfungsketten entwickeln. Im Fokus steht unter anderem auch die Entwicklung von Strukturen, die auch nach Projektende bestehen bleiben und Betriebe dauerhaft unterstützen.

Projektinfos

Weitere Informationen rund um das Projekt finden Sie im Projektsteckbrief.

Das Projekt wird über die Förderrichtlinie RIWERT gefördert. Die Richtlinie ist eine Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau, initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.


Letzte Aktualisierung 17.07.2025

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