Die Kraut- und Knollenfäule (Pythopthora infestans) ist eine der bedeutendsten Kartoffel-Krankheiten im ökologischen Anbau. Durch Kartoffelschorf (Streptomyces scabies) wird allein die äußere Qualität beeinträchtigt und kann bei starkem Auftreten zur Ablehnung oder Minderung einer Speisepartie führen. Die Wurzeltöterkrankheit (Rhizoctonia solani) verursacht Auflaufprobleme im Frühjahr und damit Fehlstellen. An den Knollen treten schwarze Pocken, sogenannte Sklerotien, auf.
Die Larven des Kartoffelkäfers können in trockenen, heißen Jahren durch ihren starken Blattfraß zum Teil erhebliche Schäden verursachen. Kartoffel-Schädlinge wie Drahtwürmer (Larven verschiedener Schnellkäfer) können in trockenen Jahren enormen Schaden durch ihren Lochfraß an den Knollen anrichten. Dies kann bis zur Abnahmeverweigerung ganzer Partien durch den Handel führen.
Weitere Krankheiten und Schädlinge der Kartoffel finden Sie in unserem Pflanzendoktor.
Kartoffel-Ernte – Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Kartoffeln zu ernten?
Die ideale Erntezeit von Kartoffeln richtet sich nach der Schalenfestigkeit der Knollen. Nach dem kompletten Absterben des Krautes sollte die Kartoffel-Ernte frühestens nach zwei bis drei Wochen beginnen, dann ist die notwendige Schalenfestigkeit erreicht. Dieser Zeitpunkt ist besonders wichtig, um die Qualität der Knollen zu erhalten und das Risiko von Kartoffel Krankheiten wie Drahtwurm-, Silberschorf- und Rhizoctonia-Befall zu minimieren. Wenn die Knollen zu lange im Boden verbleiben, steigt die Gefahr, dass sich diese Schädlinge und Krankheiten weiter ausbreiten und die Knollen beschädigen.
Insbesondere im Bio-Anbau ist bei der Kartoffel-Ernte darauf zu achten, dass diese nicht bei feuchtem Wetter erfolgt, da nasse Bedingungen das Risiko von Fäulnis und Pilzinfektionen erhöhen. Eine zügige Ernte verhindert eine unnötig lange Lagerung der Knollen im Boden und trägt dazu bei, die Knollen in optimaler Qualität zu ernten.
Kartoffel-Lagerung
Die Kartoffeln-Lagerung sollte möglichst beschädigungsfrei und schonend erfolgen, um die Qualität der Knollen über die Lagerperiode hinweg zu erhalten. Nach der Ernte werden die Kartoffeln in Kisten abgelegt und in das Lager gebracht, wo sie ausreichend belüftet werden, um eine gleichmäßige Trocknung zu gewährleisten. Es ist entscheidend, dass die Kartoffeln trocken sind, oder dass sie durch die Belüftung abtrocknen, um Fäulnis und Pilzbefall zu vermeiden..
Die Kisten werden dann ins Lager gestellt und belüftet. Die Kartoffeln sollen trocken sein oder durch die Belüftung abtrocknen. Während der Wundheilungsphase, die zwei Wochen bei 15 Grad Celsius dauert, werden aufgetretene Verletzungen verkorkt. Danach wird in der Regel bei Speisekartoffeln auf die optimale Lagertemperatur runtergekühlt (je nach Sorte unterschiedlich).
Während der Wundheilungsphase, die etwa zwei Wochen bei einer Temperatur von 15 Grad Celsius dauert, werden alle aufgetretenen Verletzungen verkorkt. Dieser Prozess schützt die Knollen vor einer weiteren Infektion und sorgt für eine bessere Lagerfähigkeit. Nach Abschluss der Wundheilung wird die Temperatur auf das für die jeweilige Sorte optimale Niveau abgesenkt. In der Regel liegt die ideale Lagertemperatur für Speisekartoffeln bei vier bis sechs Grad, da niedrigere Temperaturen das Risiko der Zuckerkonversion erhöhen und die Kartoffeln süßlich werden könnten, während höhere Temperaturen das Keimen begünstigen.
Zusätzlich zur Temperaturkontrolle sollte auch die Luftfeuchtigkeit im Lager überwacht werden. Ein Wert von etwa 90 bis 95 Prozent relative Luftfeuchtigkeit ist optimal, um die Kartoffeln vor dem Austrocknen zu schützen, ohne die Gefahr von Schimmel oder Fäulnis zu erhöhen. Es ist außerdem ratsam, regelmäßige Kontrollgänge durchzuführen, um frühzeitig Anzeichen von Anzeigen Schäden zu erkennen.