Hof Gasswies

Hof Gasswies: Gelebte Nachhaltigkeit

Am Rande des Südschwarzwalds setzt Hof Gasswies auf Vielfalt statt auf Monokulturen! Hier wird extensiv Milch erzeugt und gleichzeitig die Artenvielfalt der Landschaft gefördert. Und: Die Kälber wachsen bei ihren Müttern auf

„Ökolandbau heißt zukunftsfähige Landwirtschaft: gut für Mensch, Tier und Natur“, sagt Landwirt Alfred Rutschmann. Dabei stehen die Milchkühe und die muttergebundene Aufzucht ihrer Kälber zwar im Mittelpunkt. Die Klettgauer Landschaft bietet jedoch viele weitere Möglichkeiten, tiergerecht und umweltfreundlich wertvolle Bio-Lebensmittel zu erzeugen.


Der Hof

Hof Gasswies 
Alfred und Silvia Rutschmann
Wutöschinger Straße 4
79771 Klettgau 
Baden-Württemberg

Öko-Kontrollstelle: DE-ÖKO-006

Tel.: 07742-91 92 38

E-Mail: info@hof-gasswies.de
Internet: www.hof-gasswies.de

Zahlen – Daten – Fakten

Fläche

135 ha Fläche, je zur Hälfte Acker- und Grünland

Obst und Wald

4 ha Obstanlagen, 1 ha Wald

Tiere

70 Mastrinder und -bullen, 55 Milchkühe mit Nachzucht (Fleckvieh)


Milch und Fleisch aus Gras

Die Mastrinder und das Jungvieh grasen den ganzen Sommer über auf nahegelegenen Wiesen und Weiden. Im Winter gibt es Heu und Grassilage. „So verwandeln sie das vom Menschen nicht verwertbare Grünland in kostbare Lebensmittel“, sagt Rutschmann. Geschlachtet wird direkt vor Ort. Das Rindfleisch gibt es dann auf Vorbestellung direkt ab Hof. In den Obstanlagen an sonnigen Südhängen reifen Kirschen, Birnen, Äpfel, Zwetschgen und Mirabellen. Auf den Äckern werden neben Brotgetreide auch Eiweißpflanzen wie Speisesoja angebaut. Jedes Jahr wachsen auf rund 30.000 Quadratmetern nektar- und pollenreiche Blütenpflanzen, die Bienen Futter bieten und Spaziergänger erfreuen. Der enge Bezug zum Ort des Wirtschaftens und ein kleinräumiges Vernetzen mit der Kundschaft, Handelspartnerschaften sowie Kolleginnen und Kollegen sind bedeutende Elemente der Betriebsphilosophie. Außerdem lässt sich das Hofteam rund um die Betriebsleiter auf dem zertifizierten „Lernort Bauernhof“ gerne über die Schulter schauen, sei es bei Führungen, Verkostungen oder bei Forschungs- und Arbeitsprojekten.

Der Hofladen öffnet nach Absprache. Hier gibt es saisonales Obst, verschiedene Fruchtsäfte und – auf Vorbestellung – Rindfleisch.

Von Geselligkeit bis Mitmachen

Der Hof wurde für sein gesamtbetriebliches Konzept beim Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2015 ausgezeichnet. Zudem ist er Modell- und Demonstrationsbetrieb (MuD) Tierschutz (Projektzeitraum 2016–19) und lädt alle Interessierten ein, Ökolandbau ganz praktisch und mit allen Sinnen kennenzulernen. Wer sich am Betrieb beteiligen möchte, kann das Mittels einer Patenschaft tun, einen Genossenschaftsanteil bei der mit dem Hof verbundenen Kulturland-Genossenschaft zeichnen oder sich als Mitglied im Förderverein KulturAcker Klettgau e.V. einbringen. Infos auf der Website unter www.hof-gasswies.de/mitmachen-2.


Betriebsspiegel

  • Betriebsart: Gemischtbetrieb
  • Betriebsfläche: 130 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 65 ha Ackerland, 60 ha Grünland, 4 ha Obstanlagen, 1 ha Wald
  • Fruchtfolge: 7-gliedrig; Kleegras – Kleegras (oder Wiesenschwingel/Weißklee) – Mais – Winterweizen – Soja (oder Zuckerrüben) – Triticale/Erbsen – Lein
  • Tierhaltung: 50 Milchkühe (Fleckvieh) mit Nachzucht, 70 Mastrinder und -ochsen
  • Aufstallung: Boxenlaufstall, Jung- und Masttiere im Tiefstreu, Weidehaltung von Frühjahr bis Herbst
  • Anbauverband: Bioland
  • ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-006

Betriebs-Faltblatt zum Herunterladen und Ausdrucken

 Betriebsinfos in einem Faltblatt.


Hofreportage: Der "Deal" mit den Kühen

Für Alfred und Silvia Rutschmann vom Hof Gasswies in Klettgau (Baden-Württemberg) ist klar: "Es kann nicht sein, dass die Kuh sich dem Haltungssystem anpasst, es muss umgekehrt sein." Deswegen fressen ihre behornten Kühe vom Frühjahr bis in den Herbst auf der Weide frisches Gras und – das ist in der Milchviehhaltung etwas ganz Besonderes – die Kälber dürfen bei den Müttern sein. In einer auf dem Hof entwickelten Methode säugen die Mutterkühe ihre Kälber selbst und werden behutsam an eine Trennung gewöhnt. Die Kehrseite der Medaille: Die Molkerei hätte gerne mehr Milch und kontinuierlichere Lieferungen. Die Rutschmanns verraten, warum sich diese Art der Betriebsführung dennoch lohnt.
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Letzte Aktualisierung 20.11.2020

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