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Bannmühle: Mit der Natur arbeiten

Die Natur für sich arbeiten zu lassen, fasziniert Hans Pfeffer von der Bannmühle in Rheinland-Pfalz. Der ambitionierte Landwirt lässt sich gerne Neues einfallen, um seinen Betriebskreislauf zu perfektionieren und beste Bio-Produkte zu erzeugen.
„Mir liegen Naturschutz und Landschaftspflege am Herzen“, sagt Landwirt Hans Pfeffer. „Aus diesem Grund bauen wir alte Obstsorten auf Streuobstwiesen an und halten Glanrinder, eine regionale, bedrohte Nutztierrasse. Selbstverständlich alles naturverträglich, ohne Agrarchemikalien und ohne Gentechnik.“
Rinder im Glantal
Die historische Großmühle liegt in idyllischer Hügellandschaft am Ufer des Glans und am Fuße des Klosters Disibodenberg der Hildegard von Bingen. Die zwei zentralen Bereiche des Bioland-Betriebes sind ökologischer Obstbau – insbesondere Apfelanbau mit eigener Kelterei – und die Zucht zum Erhalt der Glanrinder zur Erzeugung hochwertigen Fleisches.
Besonderes Merkmal der Bannmühle ist ein quasinatürlicher Nährstoffkreislauf: Die Streuobstwiesen liefern Obst für die Fruchtsäfte und dienen gleichzeitig als Rinderweiden. Der Rückstand aus der Obstpresse wird wiederum an die Kühe verfüttert, während deren Ausscheidungen als natürlicher Dünger in den Böden wirken.
„Seit einiger Zeit betreiben wir regenerative Landwirtschaft“, sagt Hans Peffer. Mit Keyline-Planung (Wiesengräben – Hochwasserschutz), Agroforst-Wirtschaft (Klima angepasste Frucht-, Wertholz-und Futterbäume), Weidemanagement und Kompostbereitung intensiviert der Hof Klimarelevanz und Anpassung. „Das IFAS-Institut der Hochschule Trier begleitet unser Projekt •eva• wissenschaftlich.“
Im Hofladen gibt es die hofeigenen Produkte wie Obst, Saft, Fleisch, Wurst und Eier sowie ein breites Sortiment an weiteren Bio-Lebensmitteln und Drogeriewaren.
Tagen, übernachten und Urlaub
Ganzjährig werden nach Voranmeldung Hofführungen für interessierte Gruppen, Vereine oder Familien sowie weitere interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher angeboten. Für alle, die gerne länger bleiben und auf dem Hof übernachten, tagen oder Urlaub machen möchten, bietet die Bannmühle eigens eingerichtete Tagungsräume und schöne Gästezimmer an. Buchungen hierfür erfolgen telefonisch oder online über die Website.
Betriebsinfos
Bannmühle
Hans Pfeffer
Staudernheimerstraße 1
55571 Odernheim
Telefon: 06755-10 53 / Fax: -17 32
E-Mail: infobannmuehlede
Internet: www.bannmuehle.de
Hofladen geöffnet:
Freitag: 14:30 bis 18:30 Uhr
Samstag: 9:30 bis 12:30 Uhr
Selbstbedienung:
werktags 7 bis 21 Uhr
(mit Kundenkarte)
- Betriebsart: Gemischtbetrieb, Schwerpunkte Obstbau, Kelterei und Mutterkuhherde
- Betriebsfläche: 80 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 7 Hektar Ackerfläche, 54 Hektar Dauergrünland und 12 Hektar Obstbau, Rest Wald
- Obstsortiment: Äpfel, Quitten, Birnen, Sauer- und Süßkirschen, Holunder, Aronia und Johannisbeeren
- Tierhaltung: 20 Mutterkühe (4 Nachzucht), 25 Jungrinder in ganzjähriger Weidehaltung,150 Legehennen in Mobilstallhaltung
- Anbauverband: Bioland
- ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-006
Mehr Infos zum Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau:
Letzte Aktualisierung 29.10.2025



