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Wurzelhof: Wurzeln der Solidarität

Unweit der Ostsee haben sich einige Bio-Betriebe zusammengetan, um bestes Bio in Solidarischer Landwirtschaft zu produzieren. Der Wurzelhof ist einer von ihnen. Er steht für feinstes Bio-Gemüse und regenerative Anbaumodelle.
„Als wir damals anfingen, ging es darum, das ökologisch besonders wertvolle Kerngelände des Betriebs für die Zukunft zu sichern“, erzählt Dieter Pansegrau. Das war 1986, als der Wurzelhof nahe Kiel seinen Anfang nahm. Im Zusammenspiel mit anderen Bio-Betrieben gehen die eigenen Maßstäbe weit über die Anforderungen der Bio-Anbauverbände hinaus.
Bodenpflege statt Pflanzendüngung
Der Wurzelhof von Dieter Pansegrau, Bozka Klimova und Gabi Pansegrau ist ein reiner Gemüsebetrieb und gehört zur Gemeinschaft der Solidarischen Landwirtschaft Schinkeler Höfe. Im Jahr 2020 wurde der Wurzelhof vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit dem Bundespreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet.
Der Anbau der Gemüse und Feldfrüchte erfolgt auf mehr als elf Hektar im Freiland und in unbeheizten Folienhäusern. Dabei gilt dem Erhalt und der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit stets besonderes Augenmerk: „So binden etwa Hülsenfrüchte mit Hilfe von Bakterien den Luftstickstoff und machen ihn so für andere Pflanzen verfügbar“, erklärt Pansegrau. Er und sein Team setzen auf regenerative Maßnahmen – für sie ein Kern wirklicher Nachhaltigkeit. „Ich würde so weit gehen und von einem Wurzelhof-System sprechen“. Wir betreiben hier eine Kohlenstoff-Landwirtschaft, sagt der Landwirt und meint damit die 16-jährige Fruchtfolge, ein entwickeltes Futterbau-, Gründüngungs-, Zwischenfrucht- und Mulchsystem sowie eine nichtwendende, minimalinvasive Bodenbearbeitung. „Hintergrund ist das klassische Verständnis von organischem Landbau: Bodenpflege, Humusaufbau und die Dynamisierung der symbiotischen organischen Prozesse.“ Selbstverständlich kommen keine externen Stickstoffdüngemittel zum Einsatz.
Gemüse für die SoLaWi
Als Teil der Solidarischen Landwirtschaft Schinkeler Höfe liefert der Betrieb Erträge an derzeit 195 Mitglieder. Die Betreiber freut’s: „Alles, was der Acker Gutes gedeihen lässt, wird mit Freude und Genuss verzehrt. Optische und oder modebedingte Unzulänglichkeiten, wie zum Beispiel die Möhrenform, spielen keine Rolle mehr.“ Diese Akzeptanz gilt nicht nur für die Pflanzen: Die Qualität gemeinsamer Aktivitäten und Entscheidungsfindungen macht Solidarität für jeden und jede spürbar und erlebbar. "Durch die SoLaWi ist die Freude über, mit und im Anbau größer geworden. Das Gemüse verliert seinen Preis und bekommt seinen Wert zurück," so Dieter Pansegrau.
Betriebsinfos
Wurzelhof
Dieter Pansegrau
Eckredder 8
24214 Schinkel,
Telefon: 04346 /41 20 03
E-Mail: d.pansegrauposteode
Internet: www.schinkeler-hoefe.de
Ein Teil der Erzeugnisse gelangt über die „Solidarische Landwirtschaft Schinkeler Höfe“ an die Verbraucher.
Außerdem werden die Erzeugnisse auf Märkten in der Region verkauft. Die Marktstände finden sich in
- Schinkel: dienstags von 10 bis 14 Uhr
- Kiel Exerzierplatz: mittwochs und sonnabends jeweils von 8 bis 13 Uhr
- Kronshagen: donnerstags von 12 bis 18 Uhr
- Gettorf: freitags von April bis September von 7 bis 12 Uhr und von Oktober bis März von 8 bis 12 Uhr
- Betriebsart: Gemüseanbau
- Betriebsfläche: 14,5 Hektar Gesamtfläche, davon 4 Hektar Gemüsebau
- Gemüseanbau: 60 Gemüsesorten mit über 200 Sortenvariationen
- Anbauverband: Bioland
- ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-006
Letzte Aktualisierung 18.07.2025





