Biolandhof Ellenberg

Biolandhof Ellenberg: Vielfalt aus dem Norden

Familie Ellenberg ist sich sicher: Vielfalt ist schützenswert und nachhaltig. Auf ihrem Bio-Hof haben sie sich daher der Züchtung und dem Erhalt der beliebtesten Knollen der Deutschen gewidmet – der Kartoffel.

Schwerpunkt des Betriebs sind der Kartoffelanbau sowie die Vermarktung von alten und selbst gezüchteten Kartoffelsorten, die die Ellenbergs in ihrer Form, Farbe und den vielfältigen Geschmacksrichtungen faszinieren. „Aus über hundert Wildsorten haben vor einigen tausend Jahren die Ureinwohner der Anden in Südamerika die ersten Speisekartoffeln gezüchtet. Und dies in einer Vielfalt, die wir uns heute kaum vorstellen können“, sagt Ellenberg Senior Karsten. Wer einmal in den Genuss einer alten Inkakartoffel gekommen ist, empfindet alte Sorten als etwas Besonderes und fragt sich, warum es sie kaum noch gibt.



Bio von Anfang an

Der 116 Hektar große Biolandhof liegt zirka fünf Kilometer westlich von Bad Bevensen. Seine Gründung erfolgte bereits Ende des 16. Jahrhunderts. Damals wurde an Sortenmangel noch nicht gedacht. „Viele der alten Kartoffelsorten sind früher so gezüchtet worden, wie es heute der ökologische Landbau vorschreibt. Man hatte damals halt noch keine chemischen Hilfsmittel und musste sich bei der Zucht der Ortslage anpassen, da das Pflanzgut eher regional verwendet wurde“, erklärt Sohn Julius, der den Betrieb mit seinem Vater weiterführt. 

„Die Mission: Erhalt und Ausbau einer vielfältigen Kulturpflanze und die Schaffung eines transparenten Marktes, der Verbraucher direkt mit dem Landwirt verbindet.“

Sortenvielfalt für alle sichern!

Die bäuerliche Bio-Zucht ist das Herzstück der Ellenbergs. Man züchtet im Einklang der Natur und baut die einzigartigen Knollen liebevoll auf den Feldern an. Über 100 Sorten sind es im Schnitt, etwa 35 davon dauerhaft verfügbar. Fünf Sorten aus eigener Züchtung sind beim Bundessortenamt gelistet. 100 Kartoffelsorten sind in der eigenen Genbank auf dem Hof. Es gibt keine Nachbaugebühren auf die gezüchteten Sorten: Was der Landwirt erntet, ist sein Eigentum, so die Maxime. Die Vision: „Eine Welt mit 580 Millionen Bauern, die unabhängig von großen Zuchtunternehmen ihre eigene Vielfalt anbauen können, und die Kartoffel bleibt in bäuerlicher Hand!“ So hat Karsten Ellenberg auch maßgeblich dazu beigetragen, dass die beliebte Sorte „Linda“ weiterhin angebaut werden darf.

Im Kartoffelladen wird die Kundschaft eingehend beraten. Alternativ bestellen Kundinnen und Kunden die Kartoffeln per Onlineshop über die Website und bekommen sie ins Haus geliefert. Aktuelle Pflanzkartoffellisten gibt es für Interessierte immer aktuell auf Anfrage.

Betriebsinfos


Letzte Aktualisierung 27.07.2022

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