Landschaftspflegehof Tütsberg

Landschaftspflegehof Tütsberg: Hüter der Heide

Der Landschaftspflegehof Tütsberg gehört zur gemeinnützigen VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide. Die Stiftung nutzt und pflegt die historische Kulturlandschaft im gleichnamigen Naturschutzgebiet auch mithilfe von Nutztieren.

„Wir halten und züchten alte Haustierrassen“, sagt Dr. Andreas Koopmann, der zusammen mit Dr. Heike Brenken den Landschaftspflegehof leitet. „Darunter sind Graue Gehörnte Heidschnucken, Dülmener Pferde sowie moderne Kreuzungen wie die Wilsener Roten Rinder und Heide-Ziegen.“ Die Tiere werden zur Heidepflege eingesetzt.


Der Hof

VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide Landschaftspflegehof Tütsberg
Dr. Andreas Koopmann und Dr. Heike Brenken
29640 Schneverdingen/Heber 
Niedersachsen 

Öko-Kontrollstelle: DE-ÖKO-039

Tel.: 05199-2 98 / Fax: -98 55 41

E-Mail: koopmann@verein-naturschutzpark.de
Internet: www.verein-naturschutzpark.de

Zahlen – Daten – Fakten

Fläche

5.500 ha Fläche: 4.700 ha Heide und Magerrasen, 450 ha Acker, 400 ha Grünland

Schafe & Ziegen

3.500 Heidschnucken und Ziegen

Tiere

80 „Wilseder Rote“ Rinder (Angus-Kreuzungen), 30 Dülmener Pferde


Naturschutz ganzheitlich gedacht

Vielfalt spielt bei allen Naturschutzbestrebungen eine entscheidende Rolle. So wächst auch auf den Ackerflächen eine sehr vielfältige Fruchtfolge. „Wir bauen traditionelle Kulturpflanzenarten und typische Sorten der Lüneburger Heide an“, erklärt Heike Brenken. Darunter sind etwa Buchweizen und Sandhafer. „Ebenso erhalten wir alte Sorten wie Champagner-Roggen und Heidegold-Hafer.“ Die heute fast unbekannten Ackerfrüchte dienen dabei nicht nur als Anschauungsmaterial, sondern auch als regionale Spezialität. So zeigt Hof Tütsberg auf einigen Ackerflächen die historischen Formen der Heidebauernwirtschaft als lebendiges Museum. Für den ökologischen Landbau führen Koopmann und Brenken bei Inkarnatklee, Lupinen, Hafer und Dinkel auch Saatgutvermehrung von modernen Sorten durch. Das Motto „100 % Naturschutz durch Nutzung“ gilt nicht nur für die Tiere und Äcker. Auf 16 Hektar wird auch aktiver Artenschutz durch Ackerwildkraut-Schonstreifen betrieben. Auf den Flächen von Hof Tütsberg finden sich zudem viele vom Aussterben bedrohte Ackerwildkräuter wie Lammkraut und Saathohlzahn sowie selten gewordene Bodenbrüter wie Wachteln und Rebhühner. „Wir arbeiten in mehreren Wasserschutzgebieten und sorgen damit für sauberes Trinkwasser für die Region, aber auch für Hamburg“, so Koopmann. Durch den gezielten Anbau von Kleegras über Winter sind die Böden und das Grundwasser somit bestmöglich gegen Erosion und Nitrateinträge geschützt.

„Wir tragen die 30 Dülmener Pferde Mitverantwortung am Erhalt der Lüneburger Heide auch für künftige Generationen.“

Naturschutz zum Erleben

Regelmäßig finden auf dem Landschaftspflegehof geführte Wanderungen, Exkursionen und kulturelle Veranstaltungen statt. Die genauen Termine und Details hierzu stehen im Kalender auf der Website des VNP unter www.verein-naturschutzpark.de. Ebenso bietet das benachbarte Hotel Hof Tütsberg die Möglichkeit, Betriebs- und Familienfeiern in einem außergewöhnlichen Rahmen zu feiern. Infos hierzu finden Interessierte auf der Website www.hotel-hof-tuetsberg.de.


Betriebsspiegel

  • Betriebsart: Marktfrucht und Schafhaltung
  • Betriebsfläche: 890 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 450 ha Ackerland, 400 ha Grünland und 40 ha Karpfenteiche sowie 4.450 ha Heide
  • Fruchtfolge: Zumeist Kleegras-SommerungWinterung bei standortspezifischer Fruchtartenwahl; Roggen, Dinkel, Hafer, Lupinen, Sommer-Triticale, Inkarnatklee, Buchweizen
  • Anbauverband: Bioland
  • ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-039

Betriebs-Faltblatt zum Herunterladen und Ausdrucken

 Betriebsinfos in einem Faltblatt.


Hofreportage: Hüter der Heide

Verein und Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide (VNP) bezeichnen sich selbst als "Hüter der Heide". Deswegen setzt der zum VNP gehörige Hof Tütsberg auf eine besonders umweltschonende Bewirtschaftung und betreibt Landschaftspflege mit seinen sechs Heidschnuckenherden. Diese Arbeit erhält wertvolle Ökosysteme, ist identitätsstiftend für die Region und fördert den Naturtourismus.
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