Mehr Sicherheit für Bio-Importe!

Bio-Importe aus Drittländern sind für den deutschen Markt unverzichtbar. Gründe dafür sind die Nachfrage nach exotischen Kulturen, die Schließung saisonaler Angebotslücken im Jahresverlauf und komparative Kostenvorteile. Gleichzeitig eröffnet der Export von Bio- Produkten den Ländern des globalen Südens Chancen für mehr Wertschöpfung und eine nachhaltige Entwicklung. Das Projekt hatte zum Ziel, die Bio-Integrität und die Vertrauenswürdigkeit dieser Öko-Importe sicherzustellen.

Empfehlungen für die Praxis

Was ist für die Bio-Integrität von Drittlandsimporten wichtig?

Um echte Bio-Qualität aus Drittländern zu garantieren, müssen Risiken bereits im Herkunftsland proaktiv gemanagt werden.

Das ist für Importeure relevant:

Wer Bio-Produkte importiert, haftet vollumfänglich für die Einhaltung lebensmittelrechtlicher Anforderungen in der EU. Um Risiken zu minimieren, ist Engagement über die gesetzlichen Pflichten hinaus gefragt. Mithilfe von engen Lieferantenbeziehungen, regelmäßigen Vor-Ort-Audits und Trainings vor Ort lässt sich die Integrität der Ware bereits im Herkunftsland gewährleisten.

Das gilt für Öko-Kontrollstellen und zuständige Behörden:

Bio-Kontrollen sollten sich am tatsächlichen Risiko orientieren, nicht nur an dem formalen Anforderungsprofil der TRACES-Datenbank. Entscheidend für die Integrität sind das Herkunftsland, der Exporteur und der Umgang mit der Ware vor dem EU-Import. Um Risiken gezielt zu erkennen, ist der Einsatz von sogenannten ‘Hot Product/Country-Profilen’ ein hilfreiches Instrument.

Das Vademecum für amtliche Untersuchungen von Bio- Produkten

Rückstandsbefunde in Bio-Produkten können auf vorsätzliche Täuschung hinweisen, etwa durch den Einsatz unzulässiger Mittel oder die Vermischung mit konventionellen Partien. Ursachen können jedoch auch Kreuzkontaminationen, Altlasten oder natürliche Quellen sein. Das Vademecum bietet das operative Instrumentarium, um Befunde valide zu bewerten, Hypothesen zu Quelle und Ursache von Kontaminationen aufzustellen und diese mit hinreichender Sicherheit zu verifizieren oder zu widerlegen.


Die in SECURBIO erarbeiteten Leitfäden und Materialien machen Bio-Importe deutlich sicherer. Wünschenswert wäre es zudem, wenn für die Importeure möglichst bald ein Frühwarnsystem zur Verfügung gestellt würde. (Klaus Bergmann, Bergmann GmbH, Getreideimporteur)


Informationen zum Projekt


Letzte Aktualisierung 05.06.2026

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