Ausweitung des Soja-Anbaus und der Verwertung von Sojabohnen

Ausweitung des Soja-Anbaus und der Verwertung von Sojabohnen

Ziel des mehrjährigen Verbundprojekts war es, den Anbau von Sojabohnen in Deutschland auszuweiten. Dazu waren Fortschritte im Anbau und in der Verarbeitung der Sojabohnen nötig. Hierfür wurde ein bundesweites Netzwerk mit rund 120 Demonstrationsbetrieben aufgebaut. Diese stammten aus elf Bundesländern und dienten als Bindeglied zwischen Forschung, Beratung und Praxis. Der Wissenstransfer erfolgte über Veranstaltungen wie beispielsweise Feldtage sowie über Unterrichtsmaterialien und Handreichungen für Landwirtinnen und Landwirte.

Neue Erkenntnisse zur Ausweitung und Verbesserung des Anbaus sowie der Verwertung von Sojabohnen in Deutschland durch ein modellhaftes Demonstrationsnetzwerk

Empfehlungen für die Praxis

Anbau von Soja
  • Sojabohnen sind in vielen Fällen wettbewerbsfähig gegenüber anderen Druschfrüchten.
  • Mehr als drei Viertel der Ackerfläche in Deutschland weist mindestens eine ausreichende Anbaueignung für Sojabohnen auf. Hier lohnt es sich, einen Anbau zu bedenken: Karte Anbaueignung Deutschland
  • Soja ist vergleichsweise gut selbstverträglich. Eine dreijährige Anbaupause hält den Befallsdruck mit Sklerotinia und Diaporthe gering.
  • Wichtige Kriterien für die Sortenwahl sind: rechtzeitige Abreife, gute Ertragsleistung, gute Standfestigkeit und ein hoher Proteingehalt.
  • Das Saatgut sollte vor der Aussaat mit Knöllchenbakterien geimpft werden.
  • Eine erfolgreiche Kontrolle des Beikrauts beziehungsweise Unkrauts ist entscheidend für den Anbauerfolg.
  • Eine Stickstoffdüngung ist in der Regel nicht erforderlich. Sie hemmt die Stickstoffbindung.
  • Die Ernte sollte bis Anfang Oktober erfolgen, um trockene und saubere Bohnen zu ernten.

"In vielen Regionen sind Sojabohnen mittlerweile eine gute Anbaualternative. Das Soja-Netzwerk lieferte Landwirten viele Hinweise und Empfehlungen für einen erfolgreicheren Anbau und eine bessere Verwertung der Sojabohnen."

Dr. Robert Schätzl


Verwertung von Sojabohnen
  • Für die Erzeugung von Lebensmittelsoja gibt es erfolgreiche Wertschöpfungsketten. Der Vertragsanbau gibt Landwirtinnen und Landwirten eine Abnahmegarantie und bietet ihnen Unterstützung im Anbau.
  • In kleinen, dezentralen Anlagen kann Soja zu Sojakuchen oder Vollfettsoja aufbereitet werden, um anschließend als Futter für Schweine, Geflügel und Rinder verwendet zu werden. Auch für die Erzeugung von Futtersoja gibt es Vertragsanbau.
  • Soja aus Deutschland wird außerdem, zusammen mit Soja aus anderen europäischen Ländern, zu Non-GMO-Sojaextraktionsschrot aufbereitet.

Informationen zum Projekt


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