Öko-Blog Kartoffel

Projekt Öko-Blog Kartoffel

Ziel des Projektes Öko-Blog Kartoffel der Hochschule Eberswalde (HNEE) und des Julius-Kühn-Instituts (JKI) war es, eine Übersicht über die Kosten und Leistungen im Öko-Kartoffelanbau in Deutschland zu erhalten. Hierfür wurden fünf Beispielbetriebe befragt. Anhand ihrer Daten wurde jeweils die direkt- und arbeitserledigungskostenfreie Leistung errechnet und somit die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Anbaumethoden analysiert. Die Ergebnisse stehen im Öko-Blog Kartoffel auf oekolandbau.de zur Verfügung.

Empfehlungen für die Praxis

Analyse der Kosten und Leistungen und Berechnung der direkt- und arbeitserledigungskostenfreien Leistung (DAL)

Nur wenn man die Kosten und Leistungen seines Betriebes genau kennt, kann man ihn ökonomisch erfolgreich führen. Hierzu sollten sich Betriebe mit der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Produktionsverfahren auseinandersetzen. Die direkt- und arbeitserledigungskostenfreie Leistung liefert Betriebsleitern eine fundierte Aussage zum wirtschaftlichen Beitrag jedes einzelnen Produktionsverfahrens zum Gesamtbetriebsergebnis.

Daten sammeln und den Überblick behalten

Eine strukturierte und gut geführte Buchhaltung macht es Betrieben leichter, am Ende der Saison den Überblick über ihre Zahlen zu behalten. So lassen sich Kostentreiber identifizieren und ungenutzte Potentiale im Öko- Kartoffelanbau optimieren. Betriebe, die fortlaufend ihre Kosten und Leistungen im Blick haben, können reagieren und so die Wirtschaftlichkeit ihres Betriebes steigern.

Diversifizierte Vermarktung steigert die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit

Betriebe, die auf eine vielfältige und partnerschaftliche Vermarktung setzen können, erzielen stabilere Erzeugerpreise und sind dadurch ökonomisch resilienter.

Betriebsindividuelle Entscheidungen sind der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg

Auf Basis der Daten der fünf befragten Betriebe zeigte sich, dass jedes Betriebskonzept individuellen, örtlichen und kontextbasierten Voraussetzungen unterliegt. Während bspw. für einen Betrieb die Ernte mit dem eigenen Roder günstiger ist, kann es für einen anderen Betrieb sinnvoller sein, mit einem Lohnunternehmer zusammenzuarbeiten. Öko-Betriebe sollten daher genau analysieren, welches Konzept zu ihrem Standort und Betrieb passt. Externe Beratung durch die Bio-Verbände oder bspw. den Bio Kartoffel Erzeuger e.V. helfen, einen objektiven Blick auf den eigenen Betrieb zu werfen.


Die Qualität der Bio-Kartoffeln entscheidet am Ende über den ökonomischen Erfolg des Kartoffelanbaus. Nicht nur auf den Ertrag, sondern vor allem auf die Nettoausbeute kommt es an. (Josephine Hardt, BKE e.V.)


Informationen zum Projekt


Letzte Aktualisierung 09.09.2025

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