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DigiOekoRegio - digitale Plattform für regionale Fleischerzeugung

Ziel des DigiOekoRegio Projektes war die Entwicklung eines modellhaften Konzeptes für den Aufbau einer digitalen Infrastruktur, welche die Wertschöpfungskette (WSK) Fleisch unterstützen und stärken soll. Mit der digitalen Plattform für regionale Fleischerzeugung sollen sich Landwirtschafts-, Schlacht- und Verarbeitungs- betriebe leichter vernetzen und austauschen können und so die Resilienz regionaler Wertschöpfungsketten stärken. Das Projekt war als Modellkonzept für die Rindfleischerzeugung in Brandenburg angelegt.
Empfehlungen für die Praxis
Registrierung auf der Plattform RegioOekoRegio
Je mehr Akteure der Wertschöpfungskette (WSK) Fleischerzeugung sich auf der Plattform registrieren und diese aktiv nutzen, umso leichter kann der Austausch und Informationsfluss gelingen. Der Erfolg der digitalen Lösung hängt von der Nutzung der Anwender ab.
Vernetzung der Akteure
Eine stärkere Vernetzung von Rindermastbetrieben, Verarbeitungs- und Vertriebsunternehmen ist entscheidend, um stabile Absatzmärkte und effiziente Strukturen zu schaffen. Je besser alle Ebenen der Wertschöpfungskette miteinander vernetzt sind, umso leichter ist es, Landwirtinnen und Landwirte für eine Bio-Umstellung zu gewinnen und den Ausbau der regionalen sowie ökologischen Landwirtschaft zu fördern.
Ausbau von Kapazitäten
Für den Ausbau von Kapazitäten in der regionalen Fleischerzeugung gilt es, gezielt, kleine und mittlere Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe sowie mobile Schlachtmöglichkeiten in den Regionen zu stärken.
"Gerade kleine und mittlere Betriebe kämpfen mit dem Rückgang regionaler Schlachtkapazitäten und einem hohen organisatorischen Aufwand. DigiOekoRegio soll hier praxisnahe, digitale Lösungen bieten" (Maria Mundry, LBV e.V.)
Informationen zum Projekt
Die Wertschöpfung in der Fleischerzeugung findet überwiegend außerhalb regionaler Strukturen statt. So erfolgen Mast, Schlachtung und Veredlung der Tiere häufig in entfernten Regionen und erfordern lange Transporte und große Logistikleistungen. Der vorhandene Bedarf an regionalem (Bio)-Rindfleisch lässt sich derzeit nicht decken. Fehlende Kapazitäten in relevanten Stufen der regionalen WSK Rindfleisch, wie zum Beispiel Schlacht- und Zerlegekapazitäten, stellen große Herausforderungen dar, insbesondere für ökologisch wirtschaftende Betriebe. Mobile und teilmobile Schlachtoptionen sind (noch) unterrepräsentiert und der Informationsstand der Rindermastbetriebe dazu sehr divers.
Status Quo
Die Bewertung des aktuellen Stands ergab eine deutliche heterogene Verteilung. Insbesondere in der Modellregion Nord- West in Brandenburg liegt eine mangelhafte bis ungenügende Versorgung mit Schlachtstätten vor.
Modellregionen
Um die Geschlossenheit der Wertschöpfungskette Rindfleisch bewerten zu können, wurde Brandenburg zunächst in drei Modellregionen (Nord-West, Ost und Süd) aufgeteilt und deren Wertschöpfungsketten mithilfe eines entwickelten Bewertungsindex beurteilt.
Vernetzung
Die Nutzung von www.digioekoregio.com soll zur Vernetzung mit verbesserter Logistik, optimierter Auslastung und effektiver nachhaltiger Fleischerzeugung führen.
Digitale Plattform
Die digitale Lösung liegt zum Ende der der Projektlaufzeit als online-Plattform vor. Dort können sich die Nutzer mit einem eigenen Profil (individuell veränderbar) registrieren und einloggen. Dies ermöglicht die Suche nach Partnern in der Region (Umkreis in Schritten von 25 bis 500 Kilometern).
RegioHub und RegioPartner
Der “RegioHub” bildet den Kern der Plattform und verdeutlicht die regionale Vernetzung der Akteure.
Die “RegioPartner” können sich zum einen zu vorhandenen Kapazitäten von Betrieben in der gewünschten Umgebung informieren und sich zum anderen selbst mit ihren Betrieben individuell darstellen.
- Maria Mundry, LBV Brandenburg e.V.
- Dr. Mechthild Linnebur, Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH
- Hanna Mietusch, IFTA AG
- Christin Röpert, pro agro e.V
Landesbauernverband Brandenburg e.V. (LBV)
Dorfstraße 1
14513 Teltow / Ruhlsdorf
Maria Mundry
E-Mail: mundrylbv-brandenburgde
Telefon: 01 73 / 706 434 0
Projektlaufzeit: 10/2023 - 03/2026
Die Inhalte dieser Seite finden Sie hier auch in einem Praxismerkblatt als PDF-Datei.
Letzte Aktualisierung 03.09.2026

