Im Wirtschaftsjahr 2023/24 haben Bio-Betriebe bundesweit durchschnittlich 42.246 Euro je Arbeitskraft eingenommen. Das geht aus den Betriebsdatensätzen von 409 Bio-Betrieben (ohne Gartenbau- und Dauerkulturbetriebe) hervor, die am Testbetriebsnetz des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat teilgenommen haben. Die Zahlen sind also nicht repräsentativ und bilden die tatsächliche Einkommenssituation der landwirtschaftlichen Haushalte nur teilweise ab. Darüber hinaus werden Klein- und Nebenerwerbsbetriebe nicht berücksichtigt und es liegen nur Daten aus zehn Bundesländern vor.
Dennoch lässt sich erkennen, dass es beim Einkommen der Bio-Betriebe große Unterschiede je nach Bundesland gibt – und sich das vermutete Ost-West-Gefälle nicht bestätigt: So können Betriebe in Rheinland-Pfalz durchschnittlich gut 63.000 Euro verbuchen, gefolgt von den Betrieben in Brandenburg mit knapp 54.000 Euro. Auf Platz drei liegt Niedersachsen mit knapp 50.000 Euro, dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt (etwa 47.500 Euro).
Am Wenigsten nehmen Bio-Betriebe durchschnittlich in Sachsen (gut 31.000 Euro), Nordrhein-Westfalen (gut 34.000 Euro) und Bayern (knapp 39.000 Euro) ein. Bio-Betriebe in Thüringen sind mit gut 39.000 Euro ebenfalls unter dem bundesweiten Durchschnitt.
Bio-Betriebe aus Hessen (gut 42.000 Euro) und Baden-Württemberg (gut 46.00 Euro) liegen im Mittelfeld.
Wichtig: Das Einkommen der nicht entlohnten (Familien-)Arbeitskräfte wird dabei aus dem Gewinn ermittelt, der sich aus der Differenz von Erträgen und Aufwendungen eines landwirtschaftlichen Unternehmens berechnet. Diese Kennzahl ist ausschließlich für die Einkommenssituation der nicht entlohnten (Familien-)Arbeitskräfte aussagekräftig, nicht aber für angestellte Arbeitskräfte. Mehr Informationen zum Testbetriebsnetz finden Sie auf der Webseite des Thünen-Instituts.