Deutschlandweit nimmt die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ab, während die Durchschnittsflächen pro Betrieb zunehmen – eine Entwicklung, die auch vor den Bio-Betrieben nicht haltmacht. In den östlichen Bundesländern stagnieren die Bio-Betriebszahlen teils, wie etwa in Mecklenburg-Vorpommern, oder gehen leicht zurück, wie in Brandenburg. Sachsen-Anhalt war das einzige östliche Bundesland mit einem Flächenrückgang und einem Minus von 37 Bio-Betrieben bzw. 6 Prozent.
Der durchschnittliche Bio-Betrieb in Deutschland bewirtschaftet im Jahr 2024 nach Daten der BLE etwa 53 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Und damit weniger als die konventionellen Betriebe, die im Schnitt 67 Hektar bewirtschaften.
In einigen Bundesländern variieren die Betriebsgrößen jedoch deutlich. So lag beispielsweise die durchschnittliche Flächenausstattung der Bio-Betriebe in Brandenburg im Jahr 2024 bei 197 Hektar. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Bio-Betriebe wirtschaften im Schnitt auf über 172 Hektar, mehr als das Dreifache der bundesweiten Größe eines Bio-Betriebs. Die großen Flächen in den genannten Bundesländern kommen sicher auch aus dem großen Anteil von Weideflächen, so ist Mecklenburg-Vorpommern überproportional in der Rinderhaltung vertreten und auch der größte Bio-Rinderhalter findet sich hier.
Die großen Flächen bieten Vorteile bei der Nutzung von moderner Landtechnik, die im eigenen Betrieb ausgelastet und weiterentwickelt werden kann. Auf der anderen Seite aber fehlen Strukturen wie Maschinenringe, so dass für mittelgroße Betriebe nur mit anderen Betrieben zusammenarbeiten können, um Maschinenkosten zu teilen.
Anders als im Westen sind auch die Eigentumsverhältnisse: bei der Nutzung von moderner Landtechnik, die im eigenen Betrieb ausgelastet und weiterentwickelt werden kann. Auf der anderen Seite aber fehlen Strukturen wie Maschinenringe, so dass für mittelgroße Betriebe nur mit anderen Betrieben zusammenarbeiten können, um Maschinenkosten zu teilen. Ein landwirtschaftlicher Betrieb im Osten hat oft wenig Eigentumsfläche und dafür mehrere hundert Verpächter, mit denen jeweils über Pacht und Vertragsdauer verhandelt werden muss.