Der Bio-Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt (inklusive Getränke, ohne Tabak) ist auf 6,5 Prozent gestiegen. Die Hochrechnung beruht auf Daten der Marktforschungsinstitute YouGov (ehemals das Consumerpanel der GfK), NielsenIQ, bioVista, BNN und Simon Döring Bio-Berater (SDS).
Neben dem Wachstum des Bio-Umsatzes ist auch die gekaufte Menge auf einem ähnlichen Niveau gewachsen. Bei leicht gestiegenen Preisen ist eine höhere Nachfrage nach Bio-Produkten zu verzeichnen. Dies zeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Bio-Konsum ausweiten, während die Durchschnittspreise insgesamt stabil bleiben.
Wachstumstreiber vor allem der LEH
Die Ausgaben für Bio-Produkte im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) wuchsen 2025 um durchschnittlich 8,7 Prozent auf insgesamt auf 12,76 Milliarden Euro. Auf diese Weise generiert der LEH 70 Prozent des gesamten Bio-Umsatzes, noch einmal mehr als im Jahr zuvor. Damit schreibt das Jahr 2025 Entwicklungen aus den beiden Jahren zuvor fort.
Das Wachstum der Drogeriemärkte bleibt 2025 mit 14,4 Prozent zum Vorjahr deutlich überdurchschnittlich. Drogerieketten wie dm und Rossmann bauen ihre Marktanteile weiter aus und gewinnen 2025 teils auf Kosten der Discounter. Dort belastet die angespannte wirtschaftliche Situation den Bio-Absatz, da viele Haushalte im Preisvergleich häufiger konventionelle Produkte wählen. Vor allem im Trockensortiment verschärft die starke Konkurrenz der Drogeriemärkte den Wettbewerbsdruck. Mit einem Wachstum von 6,7 Prozent bilden die Discounter damit in etwa die durchschnittliche Marktentwicklung in Deutschland ab.
Anders als in den Vorjahren verzeichnen die Vollsortimenter 2025 ein überdurchschnittliches Wachstum. Hier gewinnen Loyalty-Programme zunehmend an Bedeutung, ebenso wie eine wettbewerbsfähige Preisstellung vieler Bio-Produkte, die nicht zwangsläufig über dem Niveau der Discounter liegt.
Im Arbeitskreis Biomarkt wurde zudem festgestellt, dass Drogeriemärkte insbesondere bei haltbaren Bio-Produkten mit starkem Gesundheits- und Lifestylebezug überdurchschnittlich gut aufgestellt sind – sowohl im Sortiment als auch im Umsatz –, während diese Warengruppen im Vollsortiment nicht immer in vergleichbarer Breite verfügbar sind.