Oekolandbau.de fragt Marktanalystin Margit Beck von der Marktinfo Eier & Geflügel zum Bio-Eiermarkt.
Oekolandbau.de: Wie stellt sich der deutsche Bio-Eiermarkt aktuell dar, insbesondere mit Blick auf das Ostergeschäft 2026?
Beck: Eine verlässliche Prognose zur Marktentwicklung ist zurzeit schwierig. Externe Faktoren wie erneute Ausbrüche der Vogelgrippe oder der jüngsten Ausbrüche Newcastle Disease als auch der Rückgang von Betrieben in den Niederlanden können sich auf den Markt auswirken. Bei der Versorgung mit Bio-Eiern für das Osterfest könnte es zu Lücken in den Regalen kommen.
Oekolandbau.de: Welche Auswirkungen hat die Vogelgrippe derzeit auf Angebot, Marktstimmung und Planungssicherheit?
Beck: Die Vogelgrippe führt aktuell zu einem strukturell knappen, störanfälligen Angebot, einer angespannten, aber stabilen Marktstimmung und vor allem zu einer deutlich eingeschränkten Planungssicherheit. Während die Versorgung insgesamt gewährleistet ist, bleibt der Markt stark von kurzfristigen Entwicklungen und Unsicherheiten geprägt.
Aufgrund der zunehmenden Lücken in den Regalen des Einzelhandels wird von den Verbraucherinnen und Verbrauchern gelegentlich auch schon auf Vorrat gekauft, um Eier zum Färben zu haben. Auch die Verarbeitungsunternehmen würden gern mehr kaufen, können aber nicht immer wunschgemäß beliefert werden.