Im Jahr 2024 kauften die Verbraucherinnen und Verbraucher gut vier Prozent weniger Bio-Gemüse als 2023. Vor allem der Naturkostfachhandel und die sonstigen Einkaufsstätten, wie Wochenmärkte, Hofläden oder der Online-Handel, generierten ein Minus. Diese Entwicklung ist jedoch kein spezielles Phänomen von Bio-Fruchtgemüse – seit 2022 verlagern sich die Bio-Einkäufe zunehmend in den konventionellen Lebensmitteleinzelhandel. Haupttreiber dieser Veränderung sind das gestiegene Preisbewusstsein und die breitere Verfügbarkeit von Bio-Produkten im klassischen LEH.
Besonders die Discounter verzeichnen weiterhin eine sehr dynamische Entwicklung im Bio-Gemüsesegment. Inzwischen entfallen über die Hälfte der Bio-Gemüseverkäufe auf sie – 2019 lag ihr Anteil noch bei etwas über einem Drittel. Treiber dieses Wachstums sind vor allem die im Vergleich zu Vollsortimentern und dem Naturkostfachhandel oft niedrigeren Verbraucherpreise. Viele bedeutende Bio-Gemüsearten haben sich mittlerweile als feste Größen im Preiseinstiegssegment etabliert. Dazu zählen unter anderem Möhren, Kürbisse, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, Gurken und Feldsalat.
Gleichzeitig wächst auch das Angebot an zertifizierter Verbandsware in den Regalen – etwa durch Kooperationen wie die von Bioland mit Lidl oder Naturland mit Aldi Süd.
2025 erholt sich die Bio-Gemüsenachfrage wieder
Im ersten Halbjahr 2025 stieg der Absatz von Bio-Gemüse um rund elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders gefragt waren Möhren, Salatgurken, Zucchini und Tomaten – begünstigt durch eine verbesserte Verfügbarkeit und teilweise gesunkene Preise.
Selbst Bio-Kürbisse landeten 2025 häufiger im Einkaufswagen, weil die Ernte im Jahr 2024 größer ausgefallen ist. Absolut betrachtet übersteigt die Einkaufsmenge aus dem Jahr 2025 bis jetzt das Niveau aus den Jahren 2023 und 2024 und liegt nur noch knapp unter der Einkaufsmenge von 2022.