Deutlich mehr haben Verbraucherinnen und Verbraucher für Bio-Rindfleisch bezahlt. Der insgesamt angespannte und weltweit knappe Rindermarkt hat auch die Bio-Rinderpreise in die Höhe gezogen. Das Angebot war bio wie konventionell knapp, der Preisabstand zwischen beiden ist weiter geschrumpft. Bei Bio-Schweinefleisch zahlten die Kundinnen und Kunden geringfügig weniger.
Wie entwickelten sich die Preise für Bio-Molkereiprodukte?
Auch Milch, Milchprodukte und Käse aus ökologischer Erzeugung kosteten 2025 im Schnitt mehr als im Vorjahr. Bei guter Nachfrageentwicklung und knappen heimischen Rohstoffen haben die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem für Bio-Milchgetränke, Bio-Quark und Bio-Milchrahmerzeugnisse mehr gezahlt als im Jahr zuvor. Auch die Ladenpreise für Bio-Milch stiegen im Juli 2025, weil höhere Auszahlungspreise für Bio-Rohmilch infolge gestiegener Erzeugungskosten und begrenzter Milchmengen an den Handel weitergegeben wurden. Bio-Butter war bereits 2024 aufgrund knapper Fettmengen teurer geworden. Im Laufe des Jahres 2025 wurden die Preise für Bio-Butter vom Handel in mehreren Runden gesenkt.
Wie entwickelten sich die Preise für Bio-Obst?
Bio-Obst kostete die Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2025 etwas mehr als im Vorjahr. Zwar fiel die Apfelernte 2025 insgesamt umfangreich aus, doch in der ersten Jahreshälfte war der Markt noch von einer vergleichsweise knapperen Versorgung geprägt, was sich in höheren Preisen niederschlug. Bei Steinobst kam es infolge von Spätfrösten im Frühjahr sowie anschließenden Trockenphasen und regionalen Starkniederschlägen zu Ertragseinbußen. Bio-Bananen waren im Jahresverlauf ebenfalls knapper verfügbar; wiederkehrende Logistikprobleme, Einschränkungen im Schiffsverkehr und sturmbedingte Ausfälle im Atlantik wirkten sich dämpfend auf das Angebot und somit preistreibend aus.
Wieviel kostete Bio-Speiseöl im Jahr 2025?
Demgegenüber waren bei anderen Produktgruppen rückläufige Preise zu beobachten. So gaben Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2025 deutlich weniger für Bio-Speiseöl aus. Ausschlaggebend hierfür war vor allem der Vorjahresvergleich, da die Preise 2024 infolge einer knappen Olivenernte außergewöhnlich hoch gelegen hatten. Mit der Entspannung der Angebotslage wurde Bio-Speiseöl 2025 wieder spürbar erschwinglicher. Auch für Bio-Kartoffeln haben Kundinnen und Kunden weniger bezahlt als im Jahr zuvor. Eine sehr gute Ernte im Jahr 2025 führte zu einem erhöhten Angebot und entsprechend niedrigeren Preisen.
Wie entwickelte sich der Preis für Bio-Gemüse?
Andere Produktgruppen wie Bio-Geflügel oder Brot/Kleingebäck entwickelten sich vergleichsweise stabil. Auch für Bio-Gemüse haben die Kundinnen und Kunden im vergangenen Jahr im Schnitt nur wenig mehr gezahlt als 2024. Die Bio-Gemüseernte 2025 verlief insgesamt uneinheitlich. Während die Erntemengen in einigen Kulturen zufriedenstellend ausfielen, kam es bei anderen – insbesondere bei Freilandgemüse – regional zu Ertragseinbußen. Ursache waren vor allem witterungsbedingte Belastungen wie frühe Trockenphasen, Starkniederschläge im Sommer und teils wechselhafte Temperaturen, die den Ernteverlauf erschwerten. Insgesamt stand zwar ausreichend Gemüse zur Verfügung, einzelne Sorten waren jedoch zeitweise knapper, was sich punktuell auch auf die Preise auswirkte.