Kein Zusammenhang zwischen Fraßschaden und Ertrag
Durch den Gestreiften Blattrandkäfer verursachter Buchtenfraß und der tatsächliche Ertragsverlust korrelierten bei beiden Körnerleguminosen insgesamt schwach. Der Ertragsschaden ließ sich daher nicht aus der Intensität dieses Schadbildes ableiten.
Die Vorteile von Saatzeitpunkt und Saattiefe variierten je nach Kultur und Witterung
Früh und flach gesäte Ackerbohnen erzielten die stabilsten Erträge und geringsten Stickstoffverluste über die gesamte Fruchtfolge. Späte Saat in Kombination mit flacher Ablage führte dagegen zu höheren Verlusten, vor allem in Jahren mit kaltem, nassem Frühjahr. Bei Erbsen wiesen späte Saatvarianten das größte Kompensationspotenzial durch höhere Weizenerträge auf. Der Vorteil einer besonders tiefen Ablage bei Ackerbohnen zeigte sich uneinheitlich: Zwar wurden tendenziell mehr gesunde Knöllchen gebildet, doch waren Ertrags- und Fruchtfolgeeffekte je nach Jahr unterschiedlich.
Höhere Ertragsschäden der Körnerleguminosen führten zu Mehrerträgen der Folgekultur Weizen
Je nach Jahr und Variante kam es zu unterschiedlich starken Ertragseinbußen durch Käferbefall bei Ackerbohne und Erbse, die jedoch teils durch höhere Erträge der nachfolgenden Kulturen Weizen und Wickroggen kompensiert wurden.
Kaltes Frühjahr – stärkere Ertragseinbußen entlang der Fruchtfolge
Im Versuchsjahr mit warmem Frühjahr blieben Ertragseinbußen gering, während ein kaltes, nasses Frühjahr erhebliche Einbußen über die gesamte Fruchtfolge verursachte, insbesondere bei spät gesäten Ackerbohnen.
Weniger Knöllchen in N-reichen Böden
Ackerbohnen bildeten auf gut mit Stickstoff versorgten Böden des integrierten Praxisbetriebes trotz weniger Knöllchen und einer geringeren relativen N-Fixierleistung höhere Erträge. Dies legt nahe, dass der Bekämpfungsrichtwert bei mineralischer Aufdüngung überprüft werden sollte.
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