Nährstoffmangel als mögliche Ursache von Kleemüdigkeit
Nährstoffmangel kann zu einer direkten Hemmung des Pflanzenwachstums führen. Darüber hinaus kann ein Mangel auch die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen. Im Laufe des Projektes wurden 71 Bodenprobenpaare gesammelt. Diese bestanden jeweils aus einer Probe einer wuchsschwachen (="kleemüden") Fläche und einer Probe von einer nahegelegenen wüchsigen (= "gesunden") Fläche.
Auf den beprobten Flächen lagen die Bodengehalte an Phosphor, Bor und Zink häufig unter dem Zielbereich (Gehaltsklasse C). Der direkte Vergleich nahegelegener wüchsiger und wuchsschwacher Flächen zeigte zudem kleinräumige Unterschiede in der Nährstoffversorgung auf. Für Schläge mit Verdacht auf Kupfer- oder Bormangel fanden sich Tendenzen zu geringeren Bodengehalten auf den wuchsschwachen Flächen (siehe Abbildung, Kreuze zeigen den Mittelwert, Querlinien den Median).
Entsprechend könnte ein größerer Bor- oder Kupfermangel eine Ursache für die Wuchsunterschiede sein. Auch bei pflanzenverfügbarem Schwefel (CAT-Methode) fanden sich auf den wuchsschwachen Flächen geringere Gehalte. Es liegen für diesen Parameter jedoch keine Richtwerte vor, an denen man sich orientieren kann.
Der Einfluss des Boden-pH-Wertes
Der pH-Wert des Bodens beeinflusst die Verfügbarkeit von Nährstoffen sowie die Vitalität und das Vorkommen von Pilzen, Nematoden und Bakterien. Problematisch sind vor allem zu niedrige pH-Werte. Bei der Luzerne zeigte sich auf den wuchsschwachen Flächen eine Tendenz zu besonders niedrigen pH-Werten. Für Rotklee gab es ebenfalls einzelne Beispiele mit besonders geringen pH-Werten auf den wuchsschwachen Flächen. Hier war dieser Zusammenhang jedoch weniger eindeutig.