Prüfung der Attraktivität – Methodik
Die Attraktivität der einzelnen Materialien wurde mit Becherversuchen ermittelt. Das kulturfeuchte Testmaterial wurde zunächst in Bechern für fünf Tage in einen Klimaschrank gestellt, sodass sich Bakterien und Pilze entwickeln konnten. Danach wurden die Becher in große Eimer sortiert und Trauermücken eingesetzt. 24 Stunden nach der Eiablage wurden die Insekten abgefangen. In der Folge wurden die Becher mit einer kleinen Gelbtafel bestückt, mit einem feinen Netz verschlossen und unter standardisierten Bedingungen aufgestellt, bis sich die abgelegten Eier zu adulten Trauermücken entwickelt hatten. Diese wurden mit den Gelbtafeln abgefangen und gezählt. Die Daten wurden anschließend statistisch ausgewertet.
Attraktivität von Substratausgangstoffen
Die Prüfung der Attraktivität verschiedener Substrataus- gangsstoffe (Torf, Kompost, Rindehumus, Holzfaser, Kokosprodukte) zeigte, dass die meisten dieser Materialien nur eine geringe Attraktivität für Trauermücken aufweisen. Die einzige Ausnahme bilden Grüngutkomposte.
Hier waren erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Komposten zu beobachten. Von den gut 50 untersuchten Komposten hatten 26 eine erhöhte Attraktivität. Davon waren drei Produkte hoch attraktiv. Die übrigen 24 Komposte waren unattraktiv. In diese wurden nicht signifikant mehr Eier abgelegt als in das Kontrollsubstrat aus 100 Prozent Kokosmark.
Attraktivität von Düngemitteln
Weitere Attraktivitätsversuche wurden mit einer Reihe unterschiedlicher organischer Dünger durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass alle flüssigen organischen Dünger die Vermehrung der Trauermücken im Substrat nicht förderten. Anders war die Situation bei den festen organischen Düngern: Bereits nach wenigen Tagen waren die meisten Proben für Trauermücken hoch attraktiv. Weitergehende Untersuchungen zeigten zudem, dass für Trauermücken unattraktive Substrate durch Zugabe von festen organischen Düngern binnen Tagen ebenfalls hochattraktiv wurden.
Zum Abschlussbericht des Projekts
Weitere Infromationen:
Internet: www.hswt.de/forschung/projekt/1520-trautopf