Pilzliche Schaderreger kommen überall vor
Auf allen 71 untersuchten Standorten traten Pilzkrankheiten auf, mit tendenziell stärkerem Befall in wuchsschwachen, kleemüden Bereichen. Aber auch in wüchsigen Bereichen wurden Pilzkrankheiten gefunden –hier oftmals in deutlich schwächerer Ausprägung.
Erreger der Fuß- und Brennfleckenkrankheit am häufigsten
Die Erreger der Fuß- und Brennfleckenkrankheit (Ascochyta medicaginicola und Didymella pinodella) sind am häufigsten nachgewiesen worden. Diese Erreger verursachen Brennflecken (nekrotische Flecken) an den Blättern sowie Fuß- und Wurzelfäule. Während A. medicaginicola besonders an Standorten mit Luzerne auftrat, trat D. pinodella vermehrt an Standorten mit Rotklee auf. Beide Erreger konnten sowohl im Herbst als auch im Frühjahr nachgewiesen werden. Bedeutend ist das gehäufte Auftreten der Erreger im Frühjahr. Dadurch kann sich ein Krankheitsdruck rasch aufbauen und entsprechende Ausfälle verursachen.
Insgesamt lagen die Befallstärken jedoch überwiegend im mittleren Bereich.
Weitere Krankheitserreger
Zudem traten viele Erreger von Blattkrankheiten auf, die sich durch Flecken (meist nekrotisches Gewebe) an den Blättern zeigen und die Futterqualität stark beeinträchtigen können. Sehr oft wurde der Erreger des Blattbrandes nachgewiesen, vor allem an Luzerne.
Pflanzen, die mit diesem Erreger oder anderen Blattfleckenkrankheiten befallen sind, können hohe Mengen an östrogenwirksamen Substanzen enthalten und damit bei Verfütterung starke Auswirkungen auf die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Tiere haben. An allen Standorten kamen außerdem pflanzenschädigende Nematoden vor, wenn auch meist unterhalb der Schadschwellen. Sie können prinzipiell mit verantwortlich für das Auftreten der Kleemüdigkeit sein.
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