Reduzierung von Kupfer im ökologischen Hopfenanbau

Reduzierung von Kupfer im ökologischen Hopfenanbau

Ziel des vierjährigen Forschungsprojekts war es, den Einsatz von Kupfer als Pflanzenschutzmittel im Ökolandbau zu reduzieren. Dabei sollte Falscher Mehltau auch mit geringem Einsatz von Kupfer bekämpft werden. Getestet wurden Kupferhydroxide, Kupfersulfate und Kupferoxychlorid mit niedrigen Aufwandmengen. Im Versuch zeigte sich, dass auch wenig Kupfer effektiv gegen Pilzkrankheiten wirken kann. Zudem sollte ermittelt werden, ob der Infektionsdruck im Öko- grundsätzlich höher als in konventionellen Hopfenanlagen ist.

Praxisversuche zur Reduzierung von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln

Empfehlungen für die Praxis

Mit den aktuell zugelassenen Kupferhydroxiden ist ein wirkungsvoller Pflanzenschutz möglich. Schon mit einer reduzierten Reinkupfermenge von 3 kg/ha pro Jahr können Pilzkrankheiten erfolgreich bekämpft werden.

Der Zusatz von Synergisten ist sinnvoll. Hier können passende Biologika oder Grundstoffe verwendet werden, die die Kupfer-Wirkung verbessern.

Die jährliche Kupfermenge sollte auf sechs Behandlungen aufgeteilt werden. Bei entsprechender Witterung kann dann auf einzelne Behandlungen verzichtet werden; lediglich zur Blüte und zur beginnenden Ausdoldung sollten die Pflanzen immer behandelt werden. Somit wird der unnötige Einsatz von Kupfer verhindert.


Auch mit geringen Mengen an Kupfer ist wirkungsvoller Pflanzenschutz im Öko-Hopfen möglich. Es ist sinnvoll, die Kupfermenge auf sechs Behandlungen aufzuteilen.


Ein vollständiger Verzicht auf Kupfer im ökologischen Hopfenbau ist wohl auch zukünftig nicht möglich. Das nächste Ziel besteht darin, die jährliche Einsatzmenge auf 2 kg/ha zu verringern. Das könnte durch eine Kombination von modernen Kupfer-Präparaten mit befallsmindernden Pflanzenextrakten umgesetzt werden.

Für Praktikerinnen und Praktiker wäre ein mehrjähriges "Kupfer-Konto" eine gute Möglichkeit, um flexibler auf den aktuellen Krankheitsbefall zu reagieren.

Informationen zum Projekt


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