Elektrifizierung von Unkrauthacken im Kleinleistungsbereich

Elektrifizierung von Unkrauthacken im Kleinleistungsbereich

Das Projekt "E-Hack - Elektrische Antriebstechnik im nicht-chemischen Pflanzenschutz" hatte die Entwicklung und Erprobung innovativer, elektrisch angetriebener Hacktechnik für den ökologischen Gemüsebau zum Ziel. Ausgangspunkt war die Mechanisierungslücke zwischen Handarbeit und überdimensionierten Verbrennungsmotoren, weshalb verschiedene Geräte entwickelt wurden. Die Einbindung mehrerer Gemüsebaubetriebe ermöglichte eine praxisnahe Entwicklung.

Empfehlungen für die Praxis

Zusammenfassung

Die Vielzahl an ergonomischen und ökologischen Vorteilen sprechen für die Nutzung elektrischer Antriebe bei Geräten im Kleinleistungsbereich (50 bis 2.000 Watt) für den Gemüsebau. Der Umstieg von Verbrennungsmotoren, vor allem solchen, die in ungünstigen Leistungsbereichen arbeiten, ist aus Umwelt- und Klimaschutzgründen sinnvoll. Die technologische Modernisierung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Betriebe und erhöht das Vertrauen der Verbraucher. Weitere Vorteile der Elektromotoren liegen in den Möglichkeiten zu neuen Bauformen, z.B. Geräte mit Portalachsen. Gleichzeitig verbessern sie die Anwenderfreundlichkeit und den Arbeitsschutz, weil sie leise, schadstofffrei und vibrationsarm sind.

Empfehlungen für Berater, Institutionen und Ministerien:

  • Bedarf von kleinen und mittleren Betrieben an geeigneter Gerätetechnik sichtbar machen
  • Förderprogramme gezielt ausrichten auf Betriebe, die langlebige, nachhaltige Technologien suchen
  • Technologietransfer über Demonstrationen und Praxistests am Gerät ermöglichen
  • Anreize für lokale Entwicklung und Produktion von Geräten schaffen

Empfehlungen für Gärtnerinnen und Gärtner:

  • Einsatz von E-Motoren steigert die Flächenleistung
  • Für die mechanische Unkrautregulierung genügt eine Geräteleistung von weniger als 2.000 Watt
  • Motor- und Akkukapazität an den Betrieb anpassen
  • Einfache Bedienbarkeit nach kurzer Einweisung
  • Kostengünstige Alternative für kleine Betriebe
  • Modulare Aufbau der Geräte ermöglicht die Anpassung an die Gegebenheiten im Betrieb
  • Auf Kompatibilität zu vorhandener Hacktechnik achten

"Durch die Verbindung von Innovation und Praxistauglichkeit leistet das Projekt einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Transformation gartenbaulicher Produktionssysteme." (Christoph Besse)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 04.12.2025

Nach oben
Nach oben