Zum Einsatz von Netz- und Haftmitteln im ökologischen Apfelanbau

Zum Einsatz von Netz- und Haftmitteln im ökologischen Apfelanbau

Gegenstand des Projektes war die Erarbeitung von Kombinationsstrategien aus direkten und indirekten Maßnahmen zur Reduzierung des Kupfereinsatzes bei der Bekämpfung von Pilzkrankheiten in der ökoloischen Kernobstproduktion. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung des Apfelschorfs (Venturia inaequalis). Dabei wurden Möglichkeiten zur Wirkungssteigerung von Kupfermitteln durch den Einsatz verschiedener, biologischer Netz- und Haftmittel untersucht, um den Einsatz der Kupfermittel zu reduzieren.

Empfehlungen für die Praxis

Einsatz von Haft- und Netzmitteln

Netz- und Haftmittel können die Benetzung und gleichmäßigere Verteilung von Pflanzenschutzmitteln fördern und so den Transport der Wirkstoffe in das Blatt verbessern. Auf diese Weise soll die Wirksamkeit der Pflanzenschutzmittel optimiert beziehungsweise bei ungünstigen Bedingungen gewährleistet bleiben. Die Mittel reduzieren unter anderem die Oberflächenspannung, wodurch sich die Spritzbrühe besser auf der Blattoberfläche verteilt.

CropCover (CC-1000)

CC-1000 ist ein stärkebasiertes Haftmittel. Es zeigte in den durchgeführten Versuchen eine Verbesserung der Wirksamkeit von Kupferfungiziden bei der Bekämpfung von Apfelschorf. Das Produkt ist auf der Betriebsmittelliste des FiBL aufgeführt und darf auf Bio-Betrieben eingesetzt werden. Die empfohlene Dosierung liegt bei 2 - 4 Liter pro Hektar.

Trifolio S-forte (TS-forte)

Der Zusatz von TS-forte zur Kupferapplikation kann die Effektivität der Behandlung spürbar erhöhen. TS-forte wird 0,25 Prozentig der Spritzbrühe zugesetzt. TS-forte ist mit Schwefel, Kupfer-, Bt- und Virenpräparaten mischbar.

Reduktion der Kupferaufwandmenge

Durch den Einsatz der Haft- und Netzmittel soll der Kupfereinsatz verringert werden, ohne die Wirksamkeit der Schorfbekämpfung zu mindern.


"Der Einsatz von Additiven wie CropCover CC-1000 und Trifolio S-forte zeigt vielversprechende Ergebnisse bei der Bekämpfung des Schorfbefalls bei gleichzeitiger Reduzierung des Kupfereinsatzes." (Bastian Benduhn, ÖON; Projektmitarbeiter)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 19.12.2025

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