Versuch über fünf Jahre an vier Standorten
In den Jahren 2017 - 2021 wurde an vier Versuchsstandorten in ganz Deutschland untersucht, ob eine Wirkungssteigerung des eingesetzten Kupferfungizids mit unterschiedlichen Haft- und Netzmitteln erreicht werden kann beziehungsweise ein ähnlicher Wirkungsgrad wie bei Kupfer in voller Aufwandmenge ohne Zusatz von Belagsmitteln. Als Haft- und Netzmittel wurden die Präparate CropCover-1000® (amynova Polymers), Squall (Sumi Agro), Neu1228l (Neudorff), BreakThru SP133 (AlzChem) und TS-Forte (Trifolio) geprüft. Die Produkte wurden an den Versuchsstationen bei präventiven Applikationen in Verbindung mit dem im ökologischen Obstbau verbreiteten Produkt Cuprozin Progress eingesetzt.
Wirkungsverbesserungen häufig nur tendenziell
Die Zugabe der Produkte CC-1000 und TS-forte führte an verschiedenen Standorten zu einer Steigerung der Wirksamkeit. Ohne zusätzliche Additive war der Wirkungsgrad tendenziell schlechter als mit Additiven und es wurden Wirkungsverluste durch verringerte Cu-Mengen aufgefangen.
Nicht immer war eine klare Wirkung erkennbar
Der Einsatz des Versuchsmittels Neu1228l als Additiv zeigte entweder keine oder nur minimale Unterschiede im Vergleich zu den anderen Behandlungen. Auch die Zugabe des Netzmittels BreakThru SP133 führte in diesen Versuchen zu keiner deutlichen Verringerung des Schorfbefalls. Beide Präparate zeigten an den Standorten uneinheitliche Ergebnisse, sodass eine abschließende Bewertung noch nicht möglich ist. Es ist zu berücksichtigen, dass es sich um Freilandversuche handelte, bei denen lediglich die biologischen Wirkung der Mittelkombinationen geprüft wurde. Da Kupfer als Wirkstoff bereits auf ein Minimum reduziert war und die getesteten Mittel selbst keine fungizide Wirkung haben, sind nur geringe Wirkungsverbesserungen zu erwarten. Diese können unter Praxisbedingungen leicht von anderen Faktoren überdeckt werden. Die Reduzierung des Kupfereinsatzes um 25 Prozent führte zu einer geringeren Wirkung, die im Projekt in den oben genannten Fällen durch die Zugabe von Additiven kompensiert werden konnte.
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