Trauermücken – Monitoring und vorbeugende Regulierung

Trauermücken – Monitoring und vorbeugende Regulierung

Am Julius Kühn-Institut wurde ein innovatives Fallensystem zur Überwachung und Regulierung von Trauermückenbefällen entwickelt. Es besteht aus einer modifizierten Trichterfalle sowie einer Gelbtafel. Dieses System ermöglicht das Monitoring und Abfangen der Trauermücken bei gleichzeitiger Schonung der Nützlinge.

Empfehlungen für die Praxis

Trauermücken abfangen – Nützlinge schonen

Zum Monitoring der Trauermücken werden meist herkömmliche Gelbtafeln genutzt, die relativ unspezifisch Schädlinge und Nützlinge fangen. Ein am Julius Kühn-Institut entwickeltes Fallensystem besteht aus einer herkömmlichen Trichterfalle, die vom Gärtner modifiziert und aufgebaut werden kann. Dazu wird die Trichterfallen zur Hälfte mit feuchtem Kultursubstrat und zwei Esslöffeln Haferflocken gefüllt. Die Falle wird mit einer Gelbtafel ausgestattet, mit dem Trichterdeckel verschlossen und zwischen den Pflanzen aufgestellt.

Die Trauermücken werden durch die verpilzten Haferflocken angelockt und mit der Gelbtafel in der Falle abgefangen. Die Vorteile: Nützlinge wie Blattlausparasitoide oder Schwebfliegen dringen nicht in die Falle ein und werden geschont. Zudem kann das System nicht nur für das Monitoring, sondern auch zur Regulierung eines Anfangsbefalls eingesetzt werden.

Die Falle lässt sich etwa drei Wochen lang nutzen. Danach muss das Substrat ausgetauscht werden, da eine Eiablage innerhalb der Falle nicht vollständig vermieden werden kann und damit der Schlupf weiterer Trauermücken.


Erstmalig ermöglicht die Trichterfalle das Monitoring und Abfangen der Trauermücken bei gleichzeitiger Schonung der Nützlinge. Die Falle kann durch den Praktiker selbst modifiziert und aufgestellt werden. (Prof. Dr. Stefan Kühne, Projektleiter JKI)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 12.11.2025

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