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Reduzierte Bodenbearbeitung im Sojaanbau

Ziel des vierjährigen Verbundprojektes war es, den Anbau von Sojabohnen in Deutschland zu verbessern. Sojabohnen sollen so wettbewerbsfähiger werden. In Feld- und Praxisversuchen wurde untersucht, welche Verfahren zur Bodenbearbeitung sich für den konventionellen pfluglosen Anbau von Sojabohnen eignen. Im mehrjährigen Feldversuch wurde außerdem die Wirkung eines Totalherbizids im Vorauflauf bei reduzierter Bodenbearbeitung geprüft.
Empfehlungen für die Praxis
Der Anbau von Sojabohnen auf erosionsgefährdeten Flächen ist auch ohne Pflugeinsatz möglich.
- Mulchsaat und Strip-Till-Verfahren eignen sich gut, um Soja pfluglos anzubauen.
- Eine Direktsaat in gewalzten oder abgefahrenen Roggen ist nicht sinnvoll. Grund dafür sind die niedrigeren Erträge und die wirtschaftlichen Einbußen.
- Der Einsatz von Totalherbiziden vor Mulchsaat oder Strip-Till-Saat ist in der Regel nicht nötig.
- Die Verwendung eines Totalherbizids führte zu keinem geringeren Unkrautsdruck. Auch die Erträge waren nach dem Einsatz eines Totalherbizids nicht höher.
Sojabohnen können auch auf erosionsgefährdeten Flächen mit Mulchsaat oder Strip-Till-Verfahren angebaut werden. Ein Einsatz von Totalherbiziden vor der Saat ist dabei in der Regel nicht erforderlich.
Dr. Andres Butz
Informationen zum Projekt
Der Anbau von Sojabohnen nimmt in Deutschland immer mehr zu. Dabei werden auch Flächen genutzt, die erosionsgefährdet sind.
Durch reduzierte Bodenbearbeitung kann die Erosion auf diesen Flächen verringert werden. Die reduzierte Bodenbearbeitung verlangsamt jedoch die Bodenerwärmung im Frühjahr und könnte dem schnellen Auflaufen der wärmebedürftigen Sojabohnen entgegenstehen.
Darüber hinaus setzen Praktikerinnen und Praktiker vor der Aussaat von Sojabohnen oft ein Totalherbizid ein.
In Versuchen wurden daher verschiedene Verfahren der reduzierten Bodenbearbeitung geprüft. Außerdem wurde untersucht, welche Auswirkungen der Verzicht eines Totalherbizids im Vorauflauf zur Folge hat.
Für den Praxisversuch wurden im Zeitraum von 2015 bis 2017 verschiedene Varianten untersucht:
- Strip-Till mit/ohne Einsatz eines Totalherbizids
- Mulchsaat mit/ohne Einsatz eines Totalherbizids
- Direktsaat in Grünroggen mit Abfuhr mit/ohne Herbizide
- Direktsaat in Grünroggen mit Walzung mit/ohne Herbizide
Die Vorfrucht war Winterweizen, als Zwischenfrucht wurde bei den Strip-Till- und Mulchsaatvarianten Phacelia ausgesät. Bei den Direktsaatvarianten wurde Grünroggen als Zwischenfrucht angebaut. Anschließend wurden Sojabohnen der Sorte "Sultana" gesät.
Die Ausbringung des Herbizids erfolgte bei den entsprechenden Varianten wenige Wochen vor der Aussaat.
Die Erträge der beiden reduzierten Bodenbearbeitungs-verfahren Strip-Till und Mulchsaat unterschieden sich nicht (siehe Abbildung 1)
Sie lagen im Durchschnitt bei 27 dt/ha.
Zum Abschlussbericht des Projektes

- Dr. Andreas Butz (Projektleitung), Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
- Benedikt Paeßens (Projektpartner), Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
- Dr. Peer Urbatzka (Projektleitung), Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
Hochburg 1
79312 Emmendingen
Dr. Andres Butz
E-Mail: andreas.butzltz.bwlde
Telefon: + 49 (0) 7641 957890-11
03/2015 - 12/2018
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