Kupferminimierungs- und Vermeidungsstrategien im Öko-Kartoffelbau

Kupferminimierungs- und Vermeidungsstrategien im Öko-Kartoffelbau

Die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel kann im Öko-Anbau bislang nur durch die Anwendung von Kupferpräparaten effektiv bekämpft werden. Die Anreicherung im Boden und mögliche negative Auswirkungen auf Nicht-Ziel-Organismen machen jedoch eine Reduktion des Kupfereinsatzes erforderlich. Im Rahmen dieses Projekts sollten alternative Präparate zum Einsatz gegen Phytophthora-Befall identifiziert und getestet werden. Dabei erwiesen sich einige Mittel als vielversprechend für Blatt- bzw. Knollenbehandlung.

Kombination von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln mit kupferarmen Alternativpräparaten

Empfehlungen für die Praxis

Kupfer bleibt noch unverzichtbar im Pflanzenschutz

Solange verlässliche Kupferersatzstoffe fehlen, sind Praktikerinnen und Praktiker bei hohem Krautfäuledruck nach wie vor auf den Einsatz von Kupferpräparaten angewiesen. Hierbei ist jedoch auf einen möglichst effizienten und somit minimierten Kupfereinsatz zu achten.

Neben einer Reihe produktionstechnischer Präventivmaßnahmen wie der Wahl widerstandsfähiger Sorten oder der Pflanzgutvorkeimung kommt hierbei einer akribischen Beobachtung der Wetter- und Bestandsentwicklung sowie der rechtzeitigen Applikation geringer Kupfermengen zur Verzögerung der Epidemie eine wesentliche Bedeutung zu.

Gleichzeitig sollte es selbstverständlich sein, auf die jeweils sparsamsten verfügbaren Kupferpräparate zurückzugreifen.

Kombination mit Alternativmitteln

Insbesondere die Kombination oder alternierende Anwendung von Kupfer und Alternativmitteln wäre für interessierte Landwirtinnen und Landwirte in Abstimmung mit den Beraterinnen und Beratern der Anbauverbände eine weitere Möglichkeit, Kupfer einzusparen.


Keines der kupferfreien oder kupferarmen Präparate ist derzeit ein alleinwirksamer Ersatzstoff für kupferhaltige Pflanzenschutzmittel. In Kombination mit Kupfer hätten manche von ihnen durchaus Potential.


Durch einen kombinierten Einsatz der Präparate war in einigen Fällen eine vergleichbare Leistung zu kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln erreichbar. Dies ist jedoch stark von Witterung und Befallsverlauf abhängig.

Als am wirksamsten stellten sich unter den hier getesteten Mitteln ein Süßholz- und ein Schachtelhalm-Präparat, Chitosan und ein Blattdünger mit niedrigem Kupfergehalt heraus. Aber auch andere vielversprechende Alternativmittel wären für eine solche Strategie geeignet.

Informationen zum Projekt


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