Überwachung der Eiablageaktivität der Kleinen Kohlfliege (Delia radicum)

Das Projekt SwatOpti wurde durchgeführt, um Betrieben eine valide Entscheidungshilfe für die Bekämpfung der Kleinen Kohlfliege zur Verfügung zu stellen. Grundlage hierfür ist eine funktionierende Überwachungsmethode der Eiablageaktivität. Eine gängige Methode ist die Nutzung von sogenannten Eimanschetten aus Filz, die im Handel aber nicht leicht erhältlich sind. Im Rahmen des Projektes wurden alternative Methoden überprüft und hinsichtlich ihrer Attraktivität auf Kleine Kohlfliegen sowie ihre Praxistauglichkeit bewertet.

Empfehlungen für die Praxis

Aktivität der Kleinen Kohlfliege im Blick behalten hilft bei

  • der Terminierung von Bekämpfungsmaßnahmen
  • der Bewertung von Schäden und Ernteausfällen
  • beim Einsatz von Netzabdeckungen
  • der Identifikation von Risikophasen in der Saison

Wichtig: Kontinuierlich erhobene Daten können für die regionale Anpassung von Modellen genutzt werden!

Eimanschetten für langfristige Überwachung gut, da

  • nahezu selektiv für die Kleine Kohlfliege
  • einfach in der Handhabung
  • langlebig und wiederverwendbar
  • man das Ergebnis unmittelbar hat

Zu beachten: Nur an Jungpflanzen einsetzen! Nachteil: Schwierig zu beziehen und teuer bei Anschaffung.

Ackerbodenaufschwemmen für den schnellen Überblick, da

  • sehr einfach durchzuführen
  • nur einfaches Equipment notwendig

Zu beachten: Die Eier schwimmen beim Aufschwemmen oben und sind auch am Becherrand zu finden. Nachteil: Das Absetzen des Bodens muss abgewartet werden. Mit fortschreitendem Kulturalter wird auch die steigende Anzahl an Wurzelfliegeneiern erfasst.


“Schaderregermonitoring muss einfach sein und sich gut in den Betriebs- und Beratungsalltag integrieren lassen. Wichtig ist, dass man sich auf die Daten verlassen kann, sonst lohnt der Aufwand nicht.” (Hendrik Hillebrand, Berater für ökologischen Gemüsebau)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 17.06.2026

Nach oben
Nach oben