Apfelschorfbekämpfung im Falllaub

Apfelschorfbekämpfung im Falllaub

Im Öko-Obstbau ist die Bekämpfung des Apfelschorfes die zeitaufwändigste Pflanzenschutzmaßnahme. Die Bekämpfung erfordert witterungsabhängig zahlreiche Behandlungen pro Saison. Ohne den Einsatz von Fungiziden kann es bei anfälligen Sorten zum weitestgehenden Verlust der Ernte kommen. Mögliche Folgen: Beeinträchtigung der Fruchtqualität durch vorzeitigen Blattfall, Fruchtdeformationen und Lagerverluste. Der Befall kann sich indirekt auch auf den Ertrag des Folgejahres auswirken, da die Versorgung der Blütenknospen leidet.

Erforschung und Entwicklung alternativer Mittelzubereitungen

Empfehlungen für die Praxis

Behandlung des Falllaubs mit mikrobiologischen Nährmedien Falllaubbehandlungen mit konzentrierten Bierhefeextrakten bewirken eine starke Reduktion des Ascosporenpotentials im Frühjahr.

  • Die Behandlungen bewirken einen nahezu vollständigen Einzug der Blätter in den Boden (durch die Regenwürmer) vor Beginn der Ascosporenreife und senken damit den Infektionsdruck im Frühjahr.
  • Die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten könnten mittel- bis langfristig zu einer höheren Produktivität des Öko-Obstbaus führen.
  • In der Praxis könnte durch die Anwendung dieser phytosanitären Maßnahme die Aufwandmenge an Fungiziden und die Zahl der Spritzungen verringert werden. Fungizide mit einem geringeren Wirkungsgrad könnten erfolgreicher eingesetzt werden (Kupferminimierung/-ersatz).

Der Pflanzenschutzmittel-Aufwand könnte durch den Einsatz von Hefeextrakten reduziert werden, dies ist ein innovativer Ansatz zur Falllaubbehandlung.


  • Der phytosanitäre Ansatz zur indirekten Reduktion des Askosporepotentials entspricht dem Gundgedanken der EG-Öko-Verordnung. Mittelfristig erscheint eine Listung in einem der Anhänge sinnvoll.
  • In einem nachfolgenden DIP-Projekt wurden die Bierhefeextrakte weiter optimiert und die beste Aufbereitungsform herausgearbeitet. Die genaue Einordnung (vergleichbar mit Blattdüngern auf organischer Basis) muss noch festgelegt werden, ehe die Präparate dem Anbau zur Verfügung stehen.

Informationen zum Projekt


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