Zwiebelsorten im Öko-Landbau neu bewerten

Im Projekt ZwiebÖL wurden Land-, samenfeste und Hybridsorten für den Öko-Landbau untersucht, darunter Birnenförmige, Stunova, Rijnsburger 4 sowie Hytech F1, Hylander F1, Summit F1 und Red Baron. Grundlage waren Feldversuche an zwei Versuchsstationen über drei Anbaujahre mit anschließender Trocknung und Lagerung. Ergänzend wurden agronomische Aussagen durch eine Metaanalyse mit 19 Feldversuchen aus den Jahren 2014 bis 2024 eingeordnet. Die Praxis war über Praxisbetriebe, Betriebsbefragungen und Wissenstransfer eingebunden.

Empfehlungen für die Praxis

Ertrag standortbezogen einordnen

Bei der Sortenwahl sollten Standort, Jahr und örtliche Anbaubedingungen mitberücksichtigt werden.

Nachernte mitberücksichtigen

Trocknung und Lagerung können die Qualitäts- und Inhaltsstoffprofile deutlich mitprägen und sollten bei der Einordnung von Ergebnissen mitgedacht werden.

Qualitätsmerkmale mitbewerten

Neben dem marktfähigen Ertrag sollten auch Trockenmasse, Zucker, Fruktane und Lagerverhalten in die Bewertung einbezogen werden.

Qualitätsprofile standortbezogen einordnen

Unterschiede zwischen Sorten können für Lagerung, Geschmack und Vermarktung relevant sein, sollten jedoch immer unter den jeweiligen Standort- und Jahresbedingungen bewertet werden.


Neben dem Ertrag sind auch Qualität und Lagerfähigkeit wichtige Kriterien für die Beurteilung von Zwiebelsorten im Öko-Landbau. (Dr. Maria Luisa Romo Perez, Projektmitarbeiterin ZwiebÖL – Universität Hohenheim)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 03.11.2026

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